Mit dem neuen Audi Q3 treten die Ingolstädter in die Fußstapfen des großen Bruders Q5 und verpassen dem Kompakt-SUV eine selbstbewusste Optik. Erste Eindrücke, Fotos und technische Daten. Marktstart: November 2018.

Knapp acht Jahre lang bescherte der Audi Q3 den Ingolstädtern solide Verkaufszahlen. Jetzt wird er in den Ruhestand geschickt. Schon seit Juni stehen die Bänder bei der spanischen VW-Tochter Seat in Martorell still, wo der Q3 vom Band lief. Dafür wird andernorts umso eifriger gearbeitet: Generation zwei steht in den Startlöchern und wird künftig im ungarischen Audi-Werk in Györ gebaut.

Zu den Händlern rollt die Neuauflage im November 2018. Dass der Nachfolger genauso erfolgreich wird, gilt als sicher. Der SUV-Markt brummt immer noch – und Nummer zwei ist richtig schick geworden.

Der neue Q3 ist um knapp zehn Zentimeter auf 4,49 Meter Länge gewachsen, steht deutlich präsenter auf der Straße, wirkt bulliger und sportlicher zugleich. Vor allem die weniger stark abfallende Motorhaube gibt der Neuauflage mehr Selbstbewusstsein als dem Vorgänger, der dagegen fast schüchtern daherkam.

Gute Smartphone-Anbindung und digitale Instrumente

Nach dem Q8 spendiert Chef-Designer Marc Lichte auch dem Dreier den neuen, achteckigen SUV-Kühlergrill, dazu kommen große Lufteinlässe und schmale Scheinwerfer mit serienmäßiger LED-Technik. In der Rückansicht fällt vor allem die schräge Heckscheibe auf, über der sich ein wuchtiger Dachkantenspoiler breit macht. Eine Verwechslungsgefahr mit dem größeren Q5 ist allerdings jetzt nicht mehr ausgeschlossen.

Sehr gelungen wirkt das Cockpit, in dem Audi auf Wunsch statt Holz-, Metall- oder Karbon-Dekorleisten erstmals stylische Alcantara-Streifen auf dem Armaturenbrett verbaut. Abgesehen davon gibt es zwar keine großen Überraschungen. Doch das serienmäßig digitale Kombiinstrument macht sich zusammen mit dem stark zum Fahrer geneigten, großen Touchscreen in der Mittelkonsole auch im Q3 hervorragend.

Verzichtet haben die Ingolstädter auf den zweiten, berührungsempfindlichen Bildschirm vor dem Schalthebel, stattdessen bekommt der SUV dort eine herkömmliche Klimaanlagensteuerung. In der Ablageschale darunter lässt sich das Smartphone induktiv laden – Apple-Handys können sich sogar kabellos per CarPlay mit dem Auto verbinden.

Android-Nutzer sind anfangs noch auf die beiden USB-Buchsen angewiesen, von denen eine schon den neuen C-Standard unterstützt.

Die Rückbank lässt sich um 15 Zentimeter verschieben

Von den größeren Abmessungen des Kompakt-SUV profitieren vor allem die hinten Sitzenden, die auf einer serienmäßig um 15 Zentimeter verschiebbaren Rückbank Platz nehmen. Ganz nach hinten geschoben gibt's für die Beine genug Platz, nur nach oben wird es etwas eng; das liegt vor allem am flacheren Dach, denn der neue Q3 ist fünf Millimeter niedriger als sein Vorgänger.

Das Kofferraumvolumen schwankt zwischen 530 und 675 Litern, klappt man die dreifach geteilte Rückbank um, gehen 1525 Liter rein. Praktisch: Die Hutablage passt unter den Ladeboden.

Was Audi beim neuen Q3 scheinbar nicht bedacht hat, sind alternative Antriebe. An den Start geht der neue SUV ausschließlich mit bekannten Benzin- und Dieselmotoren. Vier Turbo-Triebwerke stehen anfangs zur Wahl, den Einstieg markiert zunächst der 1,5-Liter-Vierzylinder mit 150 PS im Q3 35 TFSI, der mit Frontantrieb und 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe vorfährt; ein 6-Gang-Handschalter soll noch folgen. Das größere Zwei-Liter-Aggregat leistet als 40 TFSI 190 PS, als 45 TFSI sogar 230 und wird serienmäßig mit Allradantrieb und Doppelkupplungsgetriebe ausgeliefert.

Vorerst nur ein Diesel – der Hybrid kommt später

Der zunächst einzige verfügbare Diesel (Q3 35 TDI, 150 PS) ist erst mal nur als Allrad-Modell mit manuellem Getriebe zu haben, hier wird die Kombination aus DSG und Frontantrieb nachgereicht, und eine stärkere Ausbaustufe des Zwei-Liter-Motors mit 190 PS steht ebenfalls in den Startlöchern.

Dass ein Hybrid- oder Plug-in-Antrieb folgt, gilt zwar als gesetzt. Bis der grüne Q3 kommt, wird es allerdings noch gut ein Jahr dauern. Und ob eine Erdgasversion gebaut wird, ist fraglich. Am anderen Ende wollen die Ingolstädter wie üblich mit dem S- und RS-Modell anbauen, die beide auf Fünfzylinder-Power setzen sollen. Details zu den geplanten Ergänzungen hält Audi allerdings noch genauso unter Verschluss, wie die Preise: Die dürften allerdings auf jeden Fall die 30.000-Euro-Marke nach oben durchbrechen. Bislang gab es den günstigsten Q3 für 29.350 Euro.

Die Motoren des Audi Q3 im Überblick

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Text: Michael Gebhardt. Fotos: PR.

Der Beitrag Vorstellung Audi Q3: So gut wird der neue SUV erschien online zuerst im Internetangebot der ADAC Motorwelt.