Ackermannbogen "Wohnen bleiben im Viertel" eröffnet

Eröffnung "Wohnen im Viertel" Ackermannbogen Foto: gewofag

Wohnen bleiben am Ackermannbogen, auch wenn man pflegebedürftig wird – das ist der Wunsch vieler Bewohner. Dafür startet jetzt ein gemeinsames Wohnprojekt.

 

Schwabing – GEWOFAG, ÄlwA und Evangelischer Pflegedienst München e.V. starten mit „Wohnen bleiben im Viertel“ ein Projekt für ältere und pflegebedürftige Menschen am Ackermannbogen. Unterstützt wird das Vorhaben von der Baugemeinschaft Schwabing Hoch Vier und der Wohnbaugenossenschaft wagnis eG.

Wohnen bleiben am Ackermannbogen, auch wenn man älter und pflegebedürftig wird – das ist der Wunsch vieler Bewohner des neuen Quartiers in München-Schwabing. Dafür starten die städtische Wohnungsbaugesellschaft GEWOFAG, ÄlwA (Älterwerden am Ackermannbogen/Ackermannbogen e.V.) und der Evangelische Pflegedienst München e.V. mit der Eröffnung am 14. Juli ein gemeinsames Wohnprojekt. „Wohnen bleiben im Viertel“ besteht aus zehn barrierefreien Wohnungen, einem Wohncafé und Räumlichkeiten für den Stützpunkt des Evangelischen Pflegedienstes. Die Pflege- und Betreuungsleistungen können von allen Bewohnern des Ackermannbogens in Anspruch genommen werden.

Die Gruppe „Älter werden am Ackermannbogen“ (ÄlwA), Teil des gemeinnützigen Nachbarschaftsvereins „Ackermannbogen e.V.“, hat das Vorhaben initiiert. „Wir möchten, dass ältere Menschen im Quartier lange in der eigenen Wohnung leben können. Daher haben wir ein Netzwerk nachbarschaftlicher Hilfe aufgebaut und unterstützen uns gegenseitig, wenn jemand krank wird. Aber wir sind an unsere Grenzen gestoßen, als es um regelmäßige, professionelle Pflege- und Hilfsleistungen ging“, erklärt Günter Hörlein, Sprecher von ÄlwA. Deshalb hat sich die Projektgruppe die GEWOFAG und den Evangelischen Pflegedienst München e.V. als Partner gesucht.

Die städtische Wohnungsbaugesellschaft hat vor kurzem 49 Wohnungen am Ackermannbogen errichtet, von denen sie zehn für das Projekt zur Verfügung stellt. Die GEWOFAG hat bereits langjährige Erfahrung mit vergleichbaren Projekten. „Wohnen bleiben im Viertel“ am Ackermannbogen lehnt sich an das erfolgreiche Wohn- und Versorgungskonzept der GEWOFAG „Wohnen im Viertel“ an. Es verbindet das Leben in der eigenen Wohnung für hilfs- oder pflegebedürftige Mieter mit der Versorgung durch einen ambulanten Pflegedienst vor Ort. Die GEWOFAG hat das Projekt bereits an neun Standorten in ihren Siedlungen in München realisiert.

„Wir freuen uns, dass ÄlwA sich an unserem bewährten Konzept „Wohnen im Viertel“ orientiert und stellen als Partner unsere Wohnungen gerne zur Verfügung. Dadurch profitieren auch unsere Mieterinnen und Mieter von der Kooperation“, so Dr. Klaus-Michael Dengler, Geschäftsführer der GEWOFAG.

Kooperationspartner für die Hilfs- und Pflegedienstleistungen ist der Evangelische Pflegedienst München e.V.. Er wird rund um die Uhr im Quartier präsent sein und die Pflegekräfte können die Wohnungen am Ackermannbogen in kurzer Zeit zu Fuß erreichen. Wie auch bei „Wohnen im Viertel“ stehen diese Hilfe- und Pflegeleistungen allen Bewohnern am Ackermannbogen zur Verfügung. Es gibt keine Betreuungspauschale, bezahlt werden müssen nur tatsächlich abgerufene Leistungen.

„Durch diese Kooperation ist es uns möglich, auch Personen mit einem hohen Hilfs- und Pflegebedarf im häuslichen Umfeld zu versorgen, die sonst in ein Pflegeheim umziehen müssten“, fasst Angelika Pfab, Geschäftsführender Vorstand des Evangelischen Pflegedienstes München e.V., die Vorteile für die Bewohner des Ackermannbogens zusammen.

Wohnungen, Pflegestützpunkt und Wohncafé

Um die ehrenamtlichen Helfer von ÄlwA und die Pflegekräfte zu vernetzen und das Miteinander zu organisieren, hat der Evangelische Pflegedienst München e.V. eine Koordinatorin eingestellt. Zum Projekt „Wohnen bleiben im Viertel“ gehören drei Elemente, die aus Platzgründen in verschiedenen Gebäuden untergebracht sind. Der Pflegestützpunkt des Evangelischen Pflegedienstes München e.V. befindet sich im Gebäude der Genossenschaft wagnis e.G. Er besteht aus Büros für Pflegedienst und Koordinator/in und dient als Anlaufstelle für Beratung und Zentrale für die Pflegekräfte. Das Wohncafé ist im Gebäude der Baugemeinschaft „Schwabing Hoch Vier“ untergebracht und verfügt über einen großen Gemeinschaftsraum – ein Ort für Kommunikation und Aktivitäten. Hier wird zum Beispiel gemeinsam gekocht und gegessen. Die Wohnungen der GEWOFAG befinden sich an der Georg-Birk-Straße 12 - 18. Sieben Wohnungen werden an Einzelpersonen und drei an Paare vermietet.

Voraussetzungen und Kontakt

Bewerben kann sich jeder, der seit mindestens fünf Jahren in München wohnt, einen erhöhten Pflegebedarf hat (mindestens Pflegestufe eins) und einen Registrierbescheid des Amtes für Wohnen und Migration mit hoher Dringlichkeitsstufe vorweisen kann. Interessenten wenden sich bitte an die Wohnforum GmbH, ein Tochterunternehmen der GEWOFAG:

Gisela Heinzeller und Ruth Kleininger Wohnforum GmbH – Soziale Quartiersentwicklung Tel.: 089 4123-6091 oder 4123-6094 E-Mail: gisela.heinzeller@gewofag.de, ruth.kleininger@gewofag.de Weitere Standorte von „Wohnen im Viertel“ der GEWOFAG finden Sie unter www.gewofag.de

 

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