Absturzkneipen für München Sieben Alternativen zur Schwabinger 7

Geschlossen: Die Baracke der Schwabinger 7 im Hinterhof und das Monopol-Kino. Foto: imago

Bei aller Trauer um die für immer geschlossene Absturzkneipe Schwabinger 7: So etwas geht auch anderswo.

 

MÜNCHEN Aus is’ und wahr is’: Die Schwabinger 7 ist Geschichte (AZ berichtete). Und jetzt? Muss das Leben ohne die „7” weitergehen. Die AZ nennt sieben Alternativen.

PIMPERNEL

Gehen wir heim oder noch ins Pimpernel? So fängt der Besuch hier an, der am nächsten Tag verflucht wird. Je später der Abend, desto enger und voller der Laden, desto lauter die Musik, desto schwitziger das Publikum. Bis die Sonne unerbittlich hell scheint.

Müllerstraße 56


CRASH


Im Crash ist schon vor Mitternacht die Bude voll; bis dahin dürfen auch die 16-Jährigen mitfeiern. In der ältesten Disco Münchens hat manch einer seine Feierkarriere gestartet. Das Publikum ist jung und die Getränke sind billig.

Ainmillerstraße 10


Bilderstrecke: Das war der Abschied von der Schwabinger 7

SCHWARZER HAHN

Vorsicht an der Bar. Ist eng da. Und die Herren in schwarzen Lederklamotten auf den Hockern mögen es nicht, wenn man sie streift. Wer kein Tattoo trägt, ist eh verdächtig. Die DJ’s spielen Musik-Mixe namens „Felsendiscometall” oder „Chaos Blast”. Weich ist hier nur das Holz der Tische, auf dem sich Hobby-Schnitzer im schummrigen Licht mit ihren Messern verewigt haben.

Ohlmüllerstraße 8


LE CLOU


Eine echte Harley steht auf einem Podest, Freddie Mercury hängt auf alten Fotos aus seiner Münchner Zeit an der Wand, die Atmosphäre ist locker, das „Du” obligatorisch. Mit dem Heiliggeiststüberl nebenan einer der Kneipen-Hotspots in München. Absolut zentral. Echt original.

Heiliggeistgasse 1


JOHANNIS CAFE


Spät nachts verbrüdern sich hier die alten Haidhauser mit den Schicken und gewinnen in langen Sitzungen gemeinsam neue Erkenntnisse. Die Einrichtung der kleinen Kneipe nennt man heute wohl retro, in Wirklichkeit wurde hier Bewährtes bewahrt. Gottseidank.

Johannisplatz 15

FISCHERSTÜBERL


Wenn Hans Albers je in München die Nacht durchgemacht hätte, dann hier, in der einzigen Hafenspelunke mit bayerischen Kasspatzn und Münchnern, die auf großer Fahrt sind. Wahrscheinlich hätte er allerdings die Fischplatte genommen, die es natürlich auch gibt. Sperrstunde? Vergiss es.

Lindwurmstraße 11

FRAUNHOFER SCHOPPENSTUBE
Die Gerti ist seit Jahrzehnten Wirtin mit Prinzipien. Bei ihr wird zusammengerückt und wenn einer bei den Klassikern wie dem „Kriminaltango” nicht mitsingt, wird er durchaus mit Bierentzug gestraft. Wirkt einer vom Singen und Trinken dagegen schon etwas entkräftet, hilft sie – mit einer nächtlichen Fleischpflanzlration. Schlafen kann man, wenn man tot ist.

Fraunhoferstrasse 41

 

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