"Abstrakte Kunst" von verwirrtem Mann Verdächtiges Paket: Amtsgericht München geräumt

Dem Amtsgericht München wurde am Mittwochmorgen dieses verdächtige Paket in den Briefkasten geworfen. Foto: Amtsgericht München

Nervenkitzel am Amtsgericht: Am Mittwochmorgen entdeckte ein Mitarbeiter im Briefkasten eine verdächtige Plastiktüte. Diese stellte sich bei genauerer Betrachtung als ungefährlich heraus - die Polizei spricht von "abstrakter Kunst".

 

Altstadt - Ein äußerst kurioser Vorfall ereignete sich am Mittwochmorgen beim Amtsgericht in der Pacellistraße.

Als ein Justizmitarbeiter morgens routinemäßig den Briefkasten entleerte, entdeckte er eine auffällige Plastiktüte. Darin befanden sich ein ominöser, selbstgebastelter Gegenstand sowie mehrere Seiten mit handschriftlichen und unleserlichen Notizen. Da im ersten Moment nicht auszuschließen war, dass es sich dabei um eine selbstgebaute Bombe handelt, wurde der Bereich um den Briefkasten weiträumig abgesperrt und die Polizei informiert.

Keine Gefahr für die Bevölkerung

Ein sprengstoffkundiger Beamter nahm die Apparatur genau unter die Lupe und stellte fest, dass diese ungefährlich war. Was genau es mit dem Gegenstand auf sich hat, wusste zunächst niemand. Die Polizei bezeichnet ihn als "eine Art abstrakte Kunst".


So sieht der Inhalt des Pakets aus. (Quelle: Amtsgericht München)

Das Amtsgericht teilt auf AZ-Nachfrage mit, dass es sich dabei mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlich um ein "Präsent" eines den Behörden bekannten und augenscheinlich verwirrten Briefschreibers handelt. Dieser hatte mehrere Dutzend unleserliche Briefe in den Briefkasten der Staatsanwaltschaft München I eingeworfen. Nachdem ihn die dortigen Wachtmeister der Nymphenburger Straße vertrieben haben, scheine er nun beim Amtsgericht einen neuen Stammbriefkasten gefunden zu haben.

Auch wenn das Paket zunächst den Eindruck einer potenziell gefährlichen Apparatur gemacht habe, habe zu keiner Zeit eine Gefährdung für die Öffentlichkeit bestanden. Wie Polizeisprecher Marcus da Gloria Martins mitteilte, sehen die Beamten auch von weiteren Ermittlungen ab, da während keiner Zeit eine Drohkulisse vorgelegen habe.

 

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