Absage fürs Oktoberfest Sixt zum Damen-Wiesn-Aus: "Es ist nur eine Pause"

, aktualisiert am 24.08.2016 - 15:14 Uhr
Gaudi en Maß hat sie 25 Jahre auf ihrer Damen-Wiesn versprüht: Mietwagen-Königin Regine Sixt winkt von der Marstall-Bühne bei ihrer letztjährigen Veranstaltung. Heuer findet ihr gesellschaftlicher Höhepunkt für 1400 Frauen nicht statt. Foto: API/Tinnefeld

In München ist es das große Gesprächsthema. Aber wie reagieren die Promi-Frauen, dass die Damen-Wiesn heuer nicht stattfindet?

 

München - Rote Luftballons, dazu Lebkuchenherzen mit dem Namen jeder eingeladenen Frau, ausgelassene Schunkel-Stimmung, Hendl, Bussi und Gaudi en Maß.

So war es 25 Jahre lang. So ist es heuer nicht.

Mietwagen-Königin Regine Sixt hat ihre legendäre Damen-Wiesn mit bis zu 1.400 prominenten Frauen aus Terror-Angst abgesagt: "Ich kann Verantwortung für mich selbst, aber nicht für alle anderen übernehmen".

Sie selbst ist angstfrei, vertraut den Sicherheitsvorkehrungen der Stadt und will zumindest privat auf die Wiesn gehen. Für das gesellschaftliche Highlight, ihre Damen-Wiesn, verschickt sie nun 2.000 Briefe und Mails, in denen sie ihren Freundinnen erklären wird: "Es ist nur eine Pause."

Doch wie nehmen ihre Stammgäste diese Schunkel-Pause auf? In München ist es das große Gesprächsthema – die Meinungen gehen auseinander. Viele Frauen sind traurig, andere auch erleichtert, dass es nicht stattfindet.

Eva Jacob von den berühmten Jacob Sisters reagiert am Telefon zunächst geschockt. Für sie war die Einladung von Unternehmerin Sixt stets der einzige Grund, auf die Wiesn zu gehen: "Oh, das ist wirklich schade. Aber je länger ich darüber nachdenke, desto besser verstehe ich Regine Sixt. Ich finde es richtig – nach all den Schrecklichkeiten, die passiert sind. Denn einen hundertprozentigen Schutz gibt es ja leider nicht. Natürlich dürfen wir uns von den Terroristen nicht unterkriegen und ängstigen lassen. Andererseits hätte ich auch Angst, dass etwas passiert. Nicht auszudenken."

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Moderatorin Uschi Dämmrich von Luttitz meint dagegen: "Ich respektiere die Entscheidung von Regine. Aber ich bin aufgrund meiner täglichen Wiesn-Live-Berichterstattung selbst täglich auf der Wiesn unterwegs. Ich habe großes Vertrauen in unser Innenministerium und in unsere Polizei."

Mode-Designerin Susanne Wiebe sagt: "Ich habe Regine gerade zu ihrer Entscheidung beglückwünscht. Ich habe die ganze Zeit mit meiner Anmeldung gezaudert, da ich überhaupt keine Lust verspüre, auf die Wiesn zu gehen – mit diesen ganzen Maßnahmen und Ängsten. Sie kann keine Verantwortung für so viele Menschen übernehmen. Ich werde jetzt heuer überhaupt nicht auf die Wiesn gehen."

 

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