Abrechnung mit ISIS-Terrorist Vater von Dschihadi-John: "Zur Hölle mit meinem Sohn"

Im Blutrausch: ISIS-Kämpfer wie der berüchtigte "Dschihadi-John" morden ohne Skrupel.Der Vater eines Terroristen wünscht seinem Sprößling jetzt den Tod. Foto: oh

Knallharte Worte - und seltsame Ansichten: Der Vater des Top-Terroristen "Dschihadi-John" wünscht seinem Sohn den Tod, schildert ein bekannter der Familie. Doch in einem Interview zeigt der Vater ein anderes Gesicht.

 

Kuwait/London - Nein, zu Hause sollte sich Mohammed Enwazi offenbar nicht mehr blicken lassen. Das könnte lebensgefährlich werden für den ISIS-Terrroristen, der unter dem Namen "Dschihadi John" zu zweifelhaftem Weltruhm gelangt ist. Sein Vater Jasem (51) wünscht ihm den Tod: "Zur Hölle mit meinem Sohn", soll Jasem Enwazi in einem Telefonat gesagt haben, über das die britische Zeitung Daily Telegraph auf ihrer Website berichtet.

In dem Telefongespräch soll der Vater regelrecht explodiert sein. Dabei wollte der Kuwaiter eigentlich nur einem Kollegen erklären, warum er nicht zur Arbeit in einem Supermarkt erschienen sei. Zuerst soll er noch mit den Tränen gekämpft haben, doch dann platzten die Wörter aus ihm heraus: "Mein Sohn ist ein Hund, er ist ein Tier, ein Terrorist", habe er gebrüllt. Mohammed sei "eine Katastrophe" für die Familie.

Mohammed Enzawi gilt als der ISIS-Schlächter, der sieben Geiseln aus den USA, Großbritannien und Japan geköpft hat. Ein abscheuliches Verbrechen, wie der Vater sagt. Er versichert, dass er seinen Sohn vom Terrorismus abbringen wollte.

Als er davon erfuhr, dass sein Sprößling die ISIS unterstützt, habe er lange auf ihn eingeredet, nach Hause zu kommen und in sein normales Leben zurückzukehren. Mohammed soll gesagt haben: "Ich ziehe in Syrien in den Dschihad, bitte gib mich frei und vergib mir alles." Jasem habe seinem Fleisch und Blut schließlich geantwortet: Er hoffe, dass er dort sterbe.

So hart das Urteil des Vaters über seinen Sohn ausfällt - noch immer nimmt er ihn wohl auch in Schutz. Oder kann er es einfach immer noch nicht fassen? In einem Interview mit einer kuwaitischen Zeitung soll er bestritten haben,dass Mohammed "Dschihadi John" ist. Er behauptet, dass es dafür keine Beweise gebe und meint damit vor allem die Videos im Internet, die die brutalen Hinrichtungen zeigen. 

Vater Jasem verlässt laut Daily Telegraph sein Haus in Al Oyoun nicht mehr. Vor lauter Scham traue er sich nicht einmal in die Moschee zum Beten zu gehen.

 

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