Abou-Chaker-Clan Bushido und die Mafia: Rapper Kay One packt aus

Bushido – ein „Sklave“ des Abou-Chaker-Clans? Foto: dpa

Kay One, einst ein enger Kumpel des Rappers Bushido, fürchtet sich heute vor Racheakten des Abou-Chaker-Clan. „Und Kay ist der allererste tote deutsche Rapstar!“

Berlin - Kay One (29), mit bürgerlichem Namen Kenneth Glöckler, war einst ein Zögling des Rappers Bushido. Der erfolgreiche Rapper förderte den aufsteigenden Teeniestar, wohnte mit ihm zusammen, sie gingen gemeinsam auf Tournee. Wie das Magazin „Stern“ in seiner aktuellen Ausgabe berichtet, steht Kenneth Glöckler mittlerweile unter Polizeischutz – weil er beim Landeskriminalamt in Berlin gegen seinen einstigen Förderer Bushido aussagte und auch über dessen Verstrickungen mit dem berüchtigten Berliner Abou-Chaker-Clan auspackte.

Der Abou-Chaker-Clan ist eine Großfamilie aus dem Libanon, die in Berlin unter anderem den ältesten Straßenstrich kontrolliert. Gegen die Mitglieder hat die Polizei unter anderem wegen Raubes, illegalem Waffenbesitz, Bedrohung, Hehlerei, Körperverletzung, Vergewaltigung und Drogenbesitz ermittelt. Mehrere Mitglieder sitzen oder saßen in Haft. Dem Chef der Bande, Arafat Abou-Chaker, soll Bushido laut „Stern“ eine Generalvollmacht ausgestellt haben. Kenneth Glöckler bezeichnet Bushido als „Sklave des Clans“. Arafat sei Miteigentümer des Plattenlabels „ersguterjunger“, das offiziell Bushido gehört. Er verdiene an Bushidos Musik mit und habe auch bei Kay One, der bei dem Label unter Vertrag stand, gut verdient.

Kenneth Glöckler wollte berühmt werden – Bushido und der Abou-Chaker-Clan bauten ihn gezielt zum Rap-Star auf. Der junge Rapper war ebenfalls eng mit Arafat befreundet und bekam laut Bericht Geldübergaben, Gewalt und Demütigungen mit. „Am Anfang gefiel mir dieses ganze Bad-Boy-Ding. Ich war jung, naiv, ich hatte auch eine große Klappe“, sagt Kay One im „Stern“. Doch als er selbst zum Star wurde, habe ihn der Clan „systematisch abgezockt“.

Laut Bericht fürchtet Kay One nun Racheakte seiner mächtigen Ex-Freunde. „Natürlich hab ich Schiss. Die sind durch und durch organisiert.“
Während eines Konzerts in Hamburg hat ihm Bushido kürzlich indirekt gedroht. Er sang: „Und Kay ist der allererste tote deutsche Rapstar!“

 

5 Kommentare