"A Mass statt Hass"-Kampagne Glupperl-Verbot für Bedienungen in der Bräurosl

AZ-Lokalredakteurin Jasmin Menrad.
Zwei Glupperl am Dirndl einer Wiesn-Bedienung. Foto: Tobias Hase/dpa

Bedienungen dürfen nur ihren Namen als Anstecker tragen. Was die Antifa damit zu tun haben könnte.

 

München - Bei vielen Wiesnbedienungen werden die Glupperl und Herzerl an Dirndl und Bluse von Tag zu Tag mehr. Dem gebietet jetzt die Bräurosl Einhalt. "Jeden Tag kriegen die Wiesnbedienungen ein 'Ich liebe dich' und ein 'Spatzerl' mehr. Schee ist das nicht", sagt Bräurosl-Wirt Georg Heide.

Ob's wohl damit zusammenhängt, dass aus der Bräurosl heraus eine Bewegung initiiert wurde, die schon auf dem Gäubodenfest in Straubing sehr präsent war? Dort hatten Bedienungen Anstecker wie 'A Mass statt Hass', 'Grantl'n – ja, Hetz’n – nein' getragen. Verteilt von der Facebookseite "Königlich bayerischen Antifa" (KBA), die antirassistischen Statements der Ausgehetzt-Demo auf die Wiesn tragen wollte.

"Nee", dementiert Wirt Heide, der als bisher einziger Wirt Glupperl verbietet. Die KBA aber glaubt, dass die Bedienungen am Einschreibetag wegen ihnen angewiesen wurden, nur Namensglupperl zu tragen. "Wir hätten nicht gedacht, dass ausgerechnet auf einem internationalen Volksfest ein paar Anstecker gegen Rassismus gar so einen Stress machen", sagt die KBA der AZ.

Wiesn-Bedienungen überlegen derweil, ob sie sich der Anweisung widersetzen.

Mehr Wiesn-Geschichten gibt's hier: 

Während der Wiesn: Hier ist Tracht nicht erwünscht!

 

28 Kommentare

Kommentieren

  1. Ihre Daten können Sie in Ihrem Benutzerkonto ändern. Dieses finden Sie oben rechts .

loading