8. Spieltag Trostlose Nullnummer zwischen Nürnberg und Augsburg

Der 1. FC Nürnberg tritt in der Bundesliga weiter auf der Stelle. Die Franken leisteten sich am Sonntag daheim gegen den FC Augsburg eine trostlose Nullnummer und bleiben im Tabellenkeller stecken.

 

Nürnberg – Immerhin aber stoppte das Team von Trainer Dieter Hecking im Landesderby vor 40 171 Zuschauern seine Niederlagenserie. Zuletzt hatte der Pokalsieger von 2007 vier Pleiten in Folge kassiert. In einem über weite Strecken schwachen Duell mit Augsburg ließ Nürnberg ebenso wie der zwei Punkte schlechter platzierte Kontrahent lange jegliches Erstligaformat vermissen. Der FC Augsburg spielte nach der Pause kecker, war näher dran am Siegtor - doch Nürnbergs eingewechselter Ersatztorhüter Patrick Rakovsky rettete das Unentschieden.

Damit wartet der FCA inzwischen schon seit 36 Jahren auf den ersten Sieg gegen den Club. Drei Neue brachte Hecking nach der 0:3-Klatsche in Freiburg. Augsburgs Markus Weinzierl wechselte nur einmal nach dem ersten Bundesliga-Sieg der Saison, dem 3:1 gegen Werder Bremen. Die Hausherren hatten zunächst etwas mehr vom Spiel. Bereits in der dritten Minute verpassten Tomas Pekhardt und Timo Gebhart eine Mike-Frantz-Flanke nur knapp. Doch die spektakulärste Szene in der ersten Viertelstunde war der Austausch des Spielgerätes. Mit neuem Ball und neuer Luft ging es weiter, doch das Spiel wurde einfach nicht besser. Wenn bei Nürnberg etwas nach vorne ging, dann fast immer über den japanischen Neuzugang Hiroshi Kiyotake – doch die erste echte Chance aus dem Spiel heraus hatten die Gäste.

Club-Keeper Raphael Schäfer hielt den Schuss von Knowledge Musona nach dem Augsburger Konter nach genau einer halben Stunde. Ansonsten gelang kaum eine Kombination. Kurz vor der Pause hatte Nürnbergs Hanno Balitsch noch eine Möglichkeit – das war's. Tempo und Klasse fehlten völlig – der Tabellenstand beider Teams passte in Hälfte eins zur Leistungsfähigkeit. Bei Augsburg landeten in den ersten 45 Minuten 40 Prozent der Pässe beim Gegner, die Nürnberger waren in der Fehlpass-Statistik nur unwesentlich besser. Nach der Pause blieb Club-Kapitän Schäfer mit Achillessehnenproblemen in der Kabine, Ersatztorhüter Rakovsky stand zum dritten Mal in der Bundesliga im Nürnberger Kasten. Der U-19-Nationalspieler, in dieser Saison achtmal in der Regionalliga Bayern zum Einsatz gekommen, hatte Schäfer bereits in der letzten Saison zweimal vertreten.

Der junge Keeper wäre beinahe zur tragischen Figur geworden, als er den Ball nach einer Ecke nicht festhalten konnte. Torsten Oehrl und dann Tobias Werner scheiterten nach etwas über einer Stunde an Clubspielern, die sich dem Ball entgegengeworfen hatten. Wenig später wurde Rakovsky zum Helden, pflückte einen scheinbar unhaltbaren Kopfball des eingewechselten Aristide Bancé von der Linie. Das Spiel wurde etwas besser, vor allem weil die Augsburger, bei denen in der Nachspielzeit Kapitän Paul Verhaegh verletzt ausgewechselt werden musste, mutiger nach vorne spielten. Unzufrieden waren vor allem die Nürnberger Fans, sie forderten von ihrem Team: „Wir wollen Euch kämpfen seh'n.“

 

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