5:4-Sieg gegen die Kölner Haie EHC: Mit Drama ins Finale

Die EHC-Spieler freuen sich über den 5:4-Siegtreffer. Foto: dpa

Der EHC Red Bull München hat sein gnadenloses tierisches Ausleseverfahren weiter vorangetrieben! Nachdem der EHC die Straubing Tigers im Viertelfinale gezähmt hat, wurden nun auch die Kölner Haie im Halbfinale abgefieselt.

 

München -  Durch das 5:4 vor 6142 Zuschauern am ausverkauften Oberwiesenfeld im fünften Spiel der Best-of-seven-Serie steht der EHC erstmals in der Vereinsgeschichte im DEL-Finale!

Dort geht es ab nächstem Freitag (19.30 Uhr, Olmpiaeishalle) gegen die Nürnerg Ice Tigers oder die Wolfsburg Grizzlys um die Meisterschaft. „"Das wa ein ungeheurer Kraftakt. Wir sind einfach froh und stolz", meint Matchwinner Frank Mauer. "Gratulation an München, der EHc ist verdient weiter“, sagt Haie-Kapitän Moritz Müller.

Nach 193 Sekunden der erste Münchner Kollektivjubel. In Überzahl zieht Verteidiger Toni Söderholm ab, Jason Jaffray fälscht vor dem Kasten unhaltbar für Haie-Keeper Gustaf Wesslau ab – 1:0! Das erste Playoff-Tor für Jaffray, der in der regulären Saison mit 21 Treffern bester EHC-Goalgetter war. Die Münchner Hauptrundengewinner beweisen gleich dass sie - und niemand anders – die Hausherren am Oberwiesenfeld sind. In der 8. Minute bedient Shooting-Star Dominik Kahun Nationalstürmer Frank Mauer mit einem Traumpass. Der ist alles, nur kein Chancentod – das 2:0 für die Münchner.

Die Haie schon am Haken? Mitnichten! Die Kölner beißen zurück, Philip Gogulla fälscht einen Schuss ab, EHC-Puckmagnet David Leggio diesmal ohne Abwehrchance, das 1:2 (10.). Doch gereizte Roten Bullen sind gefährlich – torgefährlich. In der 12. Minute ist es der dänische Nationalspieler Mads Christensen, der eine erneute Überzahl zum 3:1 für den EHC nutzt.

„Wir wollten Härte ins Spiel bringen“

Damit geht es in die erste Pause. „Wir wollten Härte ins Spiel bringen“, meint Kölns Gogulla zu den unnötigen Strafzeiten, die den Haien das Genick zumindest anbrachen. Die nächste Strafe kommt auf Münchner Seite, die Bestrafung auch. Frédéric St-Denis hat kaum auf der Sünderbank Platz genommen, da schlägt es nach nur neun Sekunden beim EHC ein, Ryan Jones mit dem Anschlusstreffer 2:3. „Die Münchner sind heute nicht so sicher wie in den Spielen zuvor“, befindet der einstige DEL-Rekordspieler Andreas Renz, Experte des übertragenden Senders Servus.TV, nach dem 2. Drittel.

Neues Drittle, neues Glück. Frank Mauer bedankt sich in der 44. Minute für den Geniepass von Kahun zum 2:0 und legt diemal für den 20-Jährigen auf, das 4:2! Die Halle eruptiert, ohrenbetäubende EHC-Sprechchöre lassen die altehrwürdige Halle in den Grundfesten erbeben.

Doch der Stimmungsdämpfer kommt in Minute 49. Andreas Falk mit einer feinen Einzelleistung verkürzt auf 3:4. 33 Sekunden vor Schluss der Schock, Dragan Umicevic mit dem 4:4! Doch die Red Bulls haben schlicht keinen Bock auf Verlängerung! Erneut Mauer mit dem Knockout-Treffer nur elf Sekunden später – 5:4! Das war's. Die Spieler feiern, die Fans feiern. Finale, oho! Matthias Kerber

 

0 Kommentare