5:1-Sieg gegen Kölner Haie EHC Red Bull München im Playoff-Halbfinale: Zähne gezeigt!

Münchens Nationalstürmer Frank Mauer (M.) feiert sein Tor zum 3:1. Foto: GEPA pictues/ho

Im ersten DEL-Halbfinalspiel zwischen München und Köln setzt sich der EHC mit 5:1 durch. Christensen, Samson, Mauer und Wolf treffen. Zach: „München war die klar bessere Mannschaft“

 

München - Das erste Viertel, der erste von vier nötigen Siegen zum Finaleinzug ist geschafft! Der EHC Red Bull München setzt sich in Partie 1 der Halbfinal-Runde vor 5530 Zuschauern gegen die Kölner Haie mit 5:1 durch und führt damit in der Best-of-Seven-Serie mit 1:0. „Ein wichtiger Erfolg, aber noch haben wir gar nichts erreicht“, sagte Kapitän Michael Wolf.

Der EHC legt gleich gewaltig los, hat gute Chancen. „München ist sehr stark, ist total überlegen. Der Druck wird langsam übergroß“, befand Ex-Bundestrainer Hans Zach, der an seinem 67. Geburtstag als Experte beim übertragenden Sender ServusTV agierte, angesichts der Münchner Sturm- und Drangphase. „Aber das ist keine Garantie, dass man Erfolg hat.“

Zach, der Prophet. In der elften Minute schläft die EHC-Verteidigung, Marcel Ohlmann sagt Danke und trifft zum 1:0 gegen Goalie David Leggio, der erneut – wie schon in allen Viertelfinalspielen gegen Straubing – den Vorzug vor Danny aus den Birken bekam. Es war der allererste Kölner Schuss der Partie. „Durch den Treffer haben wir ins Spiel gefunden“, sagte der Torschütze. Freude bei den Haien, Frust bei den Münchnern.

Kölner Haie mit Playoff-Lauf - EHC München zeigt Zähne

„Das ist richtig dumm gelaufen für uns. Wir waren ja hochüberlegen“, sagte Nationalstürmer Frank Mauer, „aber wir wissen, wie stark die Kölner sind. Trotzdem wissen wir auch um unsere eigene Stärke.“ Diese brachte den Münchnern Platz 1 am Ende der regulären Saison. Die Haie haben hingegen an sich eine Katastrophen-Spielzeit hinter sich. Lange war nicht klar, ob sie es in die Playoffs schaffen würden. Doch dort fanden die Haie ihren Biss wieder. Erst wurde Meister Adler Mannheim eliminiert. Im Viertelfinale bissen sie Berlin weg – den Zweiten der regulären Saison.

Auch München? Trainer Jackson muss in der Pause die richtigen Worte und die richtige Taktik gefunden haben. 90 Sekunden nach Wiederanpfiff gelingt EHC-Stürmer Mads Christensen das umjubelte 1:1. Die Münchner in Nimmersatt-Laune. Jérôme Samson mit dem 2:1 (25.). Das nennt man Zähne gezeigt! „München hat ein sehr starkes Team“, resümierte Zach, „der EHC ist die gesamte Partie die klar bessere Mannschaft. Da ist sehr viel Kreativität im Spiel.“ Das musste auch Kölns Alexander Sulzer anerkennen: „Wir sind immer einen Schritt zu langsam. Aber wir sind schwer zu schlagen.“

Schwer ja, aber eben nicht unmöglich. In der 40. Minute ist es Mauer, der das 3:1 für den EHC erzielt. Wolf erhöht mit einem verfinkelten Penalty auf 4:1 (53.), erneut Mauer mit einem Empty-net-Tor zum 5:1 (57). Am Freitag (19.30 Uhr) geht es nun nach Köln zu Spiel 2. Da kann der EHC das zweite Viertel einfahren.

 

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