51-Jähriger geht in der Isar unter Dramatische Rettungsaktion an der Floßlände

Großer Freizeitspaß, große Vergangenheit: Die Floßlände in München. Foto: Wikipedia/Oliver Raupach/ho

Lebensgefährlicher Leichtsinn. Mechaniker (51) springt an der Surferwelle ins Wasser und wird von der Strömung mitgerissen

Thalkirchen - So eine Floßfahrt ist eine Mordsgaudi: Mit Blasmusik und Bier die Isar runter treiben ist an heißen Sommertagen kaum zu übertreffen. Das dachte auch ein 51-Jähriger aus Germering - und wäre dabei an der Floßlände fast ertrunken.

Peter K. hatte sich am Sonntag zum Sonnenbaden an die Isar gelegt. Als gegen 16.30 Uhr ein voll besetztes Floß vorbeitrieb, sprang er oberhalb der Surferwelle ins Wasser und schwamm rüber zu den feiernden Passagieren. Ein Schluck Bier, ein bisschen Spaß am Floß, dann wollte sich der Mechaniker auf den Rückweg machen.

Er sprang in die Isar. Doch nach ein paar Schwimmzügen wurde er von einem Strudel erfasst und durch die Strömung unter Wasser gezogen. Peter K. tauchte nicht mehr auf. Fünf Minuten, so berichten Zeugen, blieb der Germeringer unter Wasser.

Vom Floß sprangen schließlich einige Leute in die Isar, um nach dem Schwimmer zu suchen. Peter K. blieb aber zunächst verschwunden. Dann tauchte er plötzlich wieder auf: Die unterirdische Strömung hatte ihn frei gegeben, er trieb bewusstlos an der Oberfläche.

Einer der Floßfahrer bekam Peter K. zu packen und schwamm mit dem 51-Jährigen im Schlepptau zurück ans Ufer.

Minuten später traf bereits der Notarzt ein und begann mit der Reanimation des Germeringers. Wenig später setzte ein Rettungshubschrauber nah der Floßlände auf. Der Helikopter brachte Peter K. ins Krankenhaus.

Der 51-Jährige ist inzwischen außer Lebensgefahr. Ob er bleibende Schäden durch Sauerstoffmangel erlitten hat, lässt sich derzeit noch nicht sagen. „Es besteht zumindest keine Lebensgefahr mehr“, bestätigte gestern ein Polizeisprecher.

Schwimmen an der Floßlände ist gefährlich. Die Strömung ist tückisch und die Flöße sind schwerfällig und schwer zu steuern, deshalb ist das Baden in ihrer Nähe besonders gefährlich. Nicht umsonst stehen die Warnschilder am Ufer.

 

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