500 Millionen Euro Fast 19.000 Dieselkunden schließen sich Klage gegen VW an

VW Touran mit einem vom Abgas-Skandal betroffenen Dieselmotor vom Typ EA189 - Volkswagen muss sich jetzt auf Verbraucherklagen einstellen. Foto: Julian Stratenschulte/dpa

Braunschweig - Neue Klagen gegen Volkswagen: Mehr als 18.700 Besitzer manipulierter Diesel haben beim Landgericht Braunschweig über die Internetplattform Myright eine Schadenersatzklage gegen VW eingereicht.

 

Die Schadenssumme belaufe sich auf rund 500 Millionen Euro, sagte eine Anwältin der Kanzlei Hausfeld am Mittwoch. Zuvor hatte "Spiegel Online" darüber berichtet.

Bereits Ende 2017 hatten mehr als 15.000 Autobesitzer über Myright die Rückzahlung des Kaufpreises ihrer manipulierten VW-Diesel gefordert - die Schadenssumme belief sich damals auf mehr als 350 Millionen Euro. Einschließlich Zinsen gehe es in beiden Klagen um mehr als eine Milliarde Euro, sagte die Anwältin.

Im Diesel-Skandal sieht sich der VW-Konzern einer Vielzahl von Klagen gegenüber - neben den zivilrechtlichen Klagen von Autobesitzern, die sich getäuscht fühlen, geht es auch um Klagen von Anlegern und Investoren. Außerdem wird strafrechtlich ermittelt.

Laut VW wurden die meisten Klagen betroffener Autobesitzer bisher abgewiesen. In vielen Fällen erzielte der Autobauer mit einer Zahlung an die Kläger einen Vergleich. Darüber hinaus können sich betroffene Autobesitzer einem Musterverfahren anschließen, mit dem die Verbraucherzentralen und der ADAC einen grundsätzlichen Anspruch auf Schadenersatz feststellen lassen wollen.

 

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