5 Fragen beantwortet So wird heuer der Nockherberg

Das altbewährte Nockherbergteam-Team (von links): Komponist Gerd Baumann, Merkel-Imitatorin Antonia von Romatowski, Singspiel-Autor Thomas Lienenlüke, „Mama Bavaria“ Luise Kinseher, Regisseur Marcus H. Rosenmüller und Paulaner-Boss Andreas Steinfatt. Foto: Sigi Müller

Nockherberg: In ein paar Tagen ist es wieder soweit. Jetzt wurden erste Details über das große Politiker-Derblecken bekannt.

 

München - Der Starkbieranstich am Nockherberg wird traditionell begleitet von allerlei Rätselraten: Wer bekommt bei der Fastenpredigt eins auf den Deckel? Worum geht’s im Singspiel? Welcher Politiker hat seinen großen Auftritt? Und wer fliegt aus dem Ensemble? Gestern haben die Macher nun ein paar erste Geheimnisse gelüftet.

Worum geht’s im Singspiel?

Nach der Faust-Adaption im vergangenen Jahr schickt Regisseur Marcus H. Rosenmüller bei seinem dritten Einsatz die Politiker dieses Mal ins All. Seehofer und Co. machen sich in einem Raumschiff auf die Suche nach einer neuen Heimat. Ob sie dabei erfolgreich sind und wohlbehalten zur Erde zurückkehren? „Das ist natürlich die spannende Frage“, sagt Rosenmüller kryptisch.

Welche Figuren sind neu?

Sein Comeback beim Singspiel feiert heuer Gregor Gysi. Der Bundeschef der Linksfraktion wird überraschendeweise dargestellt von Reinhard Peer, einem Südtiroler. „Aber der hat beim Casting halt am besten berlinert“, sagt Rosenmüller. Neu dabei ist zudem Nikola Norgauer in der Rolle der Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen. Und Claudia Roth wird von Anton Hofreiter (Wowo Habdank) ersetzt, ihrem männlichen Alter Ego bei den Grünen. „Der Hofreiter ist einfach eine wunderbare Figur und passt sehr gut zu Bayern“, erklärt Rosenmüller die Personalrochade.

Wer ersetzt Christian Ude?

Statt Christian Ude hat es dieses Mal tatsächlich dessen Nachfolger Dieter Reiter ins Ensemble geschafft. Der sei zwar noch recht neu im Geschäft, „wir mussten ihm deshalb ein paar Attribute andichten“, sagt Drehbuchautor Thomas Lienenlüke. Aber um den Münchner Oberbürgermeister kommt man halt auch nicht herum.

Verkörpert wird Reiter von einem alten Bekannten am Nockherberg, dem Schauspieler Gerhard Wittmann. Der hatte beim Singspiel vor zwei Jahren schon einmal einen eindrucksvollen Gastauftritt – damals als unehelicher Sohn von Franz Josef Strauß.

Wer ist nicht mehr dabei?

Bei Uli Bauer haben Rosenmüller und Lienenlüke überlegt, ob sie ihn noch einmal als Christian Ude über die Bühne huschen lassen, so quasi als Abschiedsgruß. „Der Ude war schließlich eine gesetzte Figur, der war großartig“, sagt Lienenlüke. Sie haben diese Idee letztlich aber verworfen.

Ein paar andere Politiker haben bei den Überlegungen dagegen gar keine Rolle mehr gespielt: Florian Pronold? „Den haben wir schon beim letzten Mal nicht mehr mit Inhalt füllen können.“ Hubert Aiwanger? „Der fällt auch nicht mehr auf.“ Und Christine Haderthauer? „Vielleicht fliegt sie in der Kulisse irgendwo als Planet herum“, sagt Lienenlüke. „Achten Sie mal auf den Hintergrund.“

 

Wer hält die Fastenpredigt?

Zum fünften Mal in Folge wird die Kabarettistin Luise Kinseher als „Mama Bavaria“ den Politikern die Leviten lesen. Als Themen hat sie sich die Energiewende, Griechenland und die Konzertsaal-Debatte ausgesucht.

Zu viel über ihren Auftritt will sie noch nicht preisgeben, nur so viel: Die Bavaria hat ein neues Kleid. Ob es glitzert, ob Sterne darauf sind und ob es zur Kulisse des Singspiels passt? Das will Kinseher nicht verraten. „Aber vielen Dank, dass sie nicht fragen, ob das alte zu klein geworden ist.“

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