48. Jahrestreffen in Davos Modi warnt vor Protektionismus und Klimawandel

Wachsender Protektionismus und mangelnder Wille im Kampf gegen den Klimawandel sind nach Ansicht des indischen Regierungschefs Narendra Modi die größten Gefahren auf der Welt.

 

Davos - "Es fühlt sich an, als ob das Gegenteil von Globalisierung passiert", sagte Modi zum Auftakt des Weltwirtschaftsforums in Davos. "Die Kräfte des Protektionismus erheben ihre Köpfe gegen die Globalisierung." Modi verwies in seiner Eröffnungsrede vor Spitzenpolitikern und Top-Managern auf neue Zölle sowie stockende Bemühungen bei neuen internationalen Handelsverträgen.

Damit stellte sich Modi deutlich gegen die "Amerika zuerst"-Politik von US-Präsident Donald Trump, der zum Abschluss des viertägigen Treffens in den Schweizer Alpen am Freitag eine Rede halten soll. Trumps Regierung hatte am Montag neue Einfuhrzölle auf Waschmaschinen und Solarpaneele eingeführt.

Auch beim Klimawandel vertritt Modi eine gegensätzliche Position zu Trump, der etwa aus dem Pariser Klima-Abkommen aussteigen will. "Klimawandel ist heutzutage die größte Bedrohung für die Menschheit", sagte der indische Premier. "Wir haben die Natur ausgenutzt." Zwar sprächen alle davon, den Ausstoß schädlicher Emissionen zu senken. Aber nur wenige Regierungen seien willens, klimafreundliche Technologien mit Schwellen- und Entwicklungsländern zu teilen. "Nur wenige helfen."

 

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