35 Jahre nach dem Unglück Broschüre zum Gedenken an das Oktoberfest-Attentat erhältlich

Am 26. September 1980 überschattet das Oktoberfest-Attentat die Wiesn in München. Foto: dpa

Am 26. September vor 35 Jahren explodierte eine Bombe am Haupteingang des Oktoberfestes und riss 13 Menschen in den Tod. 211 Menschen wurden verletzt, zum Teil schwer.

 

München - Es war der schlimmste Terroranschlag in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland. 2010 hat die Stadt München das 200-jährige Jubiläum des Oktoberfests zum Anlass genommen, die Geschehnisse von 1980 und die Folgen für die Opfer wieder stärker in das Bewusstsein der Öffentlichkeit zu bringen. Unter anderem wurde dazu eine Broschüre unter dem Titel „26. September 1980 – Das Oktoberfest-Attentat“ herausgegeben, die nun in einer Neuauflage erscheint und aktuelle Entwicklungen aufgreift.

Bis heute gibt es noch offene Fragen zu den Hintergründen des Attentats. Sie kreisen immer wieder um eventuelle politische Motive der Tat, die Alleintäterschaft des Attentäters und mögliche Drahtzieher aus rechtsextremistischen Kreisen.

Im Dezember 2014 hat die Bundesanwaltschaft ihre Ermittlungen wieder aufgenommen. Gemeinsam mit der eigens vom Bayerischen Landeskriminalamt gegründeten „Soko 26. September“ sollen sämtliche das Attentat betreffende Akten neu gesichtet werden.

Darüber hinaus erging ein Aufruf an die Bevölkerung, sich mit Zeugenaussagen sowie Foto- und Filmaufnahmen rund um den Tatort an das LKA zu wenden. Die Broschüre „26. September 1980 – Das Oktoberfest-Attentat“ ist kostenlos in der Stadtinformation im Rathaus und im Infopoint des Alten Hofs erhältlich.

Während des Oktoberfestes ist die Broschüre für die Besucherinnen und Besucher der „Oidn Wiesn“ vom 19. September bis 4. Oktober täglich von 16 bis 19 Uhr im historischen Museumszelt an einem Info-Tisch erhältlich. Informationen und Download der Broschüre auch im Internet.

Auf Einladung der Landeshauptstadt München und des DGB München findet zudem am Samstag, 26. September, ein Podiumsgespräch „35 Jahre Oktoberfest-Attentat“ statt, das sich mit den neuen Erkenntnissen zu den rechtsextremen Hintergründen des Attentats und aktuellen Ermittlungsbemühungen befasst und einen besonderen Fokus auf die Betroffenen des Attentats legt.

Informationen und Anmeldung über die Fachstelle für Demokratie – gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Menschenfeindlichkeit per E-Mail an fgr@muenchen.de.

 

0 Kommentare