34:20-Sieg in Finnland Deutsche Handball-Männer auf EM-Kurs

Silvio Heinevetter, der Torwart der deutschen Handball-Nationalmannschaft, beim Spiel gegen Finnland. Foto: dpa

Pflichtaufgabe gelöst, EM-Ticket vor Augen: Die deutschen Handballer haben ihr Auswärtsspiel am vorletzten Quali-Spieltag in Finnland souverän mit 34:20 (16:8) gewonnen und damit beste Chancen auf die Teilnahme an der Europameisterschaft vom 17. bis 31. Januar 2016 in Polen.

 

Vantaa - Der Mannschaft von Bundestrainer Dagur Sigurdsson reicht im abschließenden Heimspiel gegen Österreich am Sonntag (15.15 Uhr/ZDF) in Kiel bereits ein Remis, um nach der verpassten EM 2014 auf die große europäische Handballbühne zurückzukehren. Sollte Ex-Weltmeister Spanien am heutigen Abend in Österreich mindestens einen Punkt holen, wäre die EM-Qualifikation sogar schon vorzeitig perfekt.

"Wir werden Gas geben", versprach Teammanager Oliver Roggisch unmittelbar vor der Partie im finnischen Vantaa - und sollte Recht behalten. Die Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB) beherrschte das Geschehen gegen den krassen Außenseiter nach Belieben und feierte den erwarteten vierten Sieg im fünften Quali-Spiel.

Beste deutscher Werfer vor rund 1200 Zuschauern in der Energia Areena waren Kapitän Uwe Gensheimer (6 Treffer) und Kreisläufer Patrick Wiencek (5). Zudem überzeugte Torhüter Silvio Heinevetter mit zahlreichen Paraden. Sigurdsson nutzte die einseitige Partie, um jedem Spieler im Kader nach der kräfteraubenden Bundesliga-Saison Spielanteile zu geben.

Konzentriert, kampfstark, konsequent: Das deutsche Team ließ gegen den krassen Außenseiter von Beginn an nichts anbrennen. Hinten machte die 6:0-Abwehr vor dem starken Heinevetter einen ausgezeichneten Job und störte das finnische Aufbauspiel mit kompromissloser Zweikampfführung empfindlich. Vorne zeigten sich die Sigurdsson-Schützlinge kombinationssicher und suchten immer wieder den Weg über Kreisläufer Wiencek.

Auf der Tribüne konnten sich die Verbandsoberen um DHB-Vizepräsident Bob Hanning schon nach wenigen Minuten entspannt zurücklehnen. Zwar erzielten die Hausherren die erste Führung, doch schon nach zehn Minuten hatte die deutsche Mannschaft das Spiel unter Kontrolle (7:3). Wenig später war die Partie beim Stand von 13:4 (21.) praktisch entschieden.

Im zweiten Abschnitt baute das DHB-Team seine Führung zunächst aus und lag in der 39. Minute durch einen Treffer von Rückraumspieler Steffen Weinhold erstmals mit zehn Toren in Front.

Doch als es seine Spieler in der Folge zu gemächlich angehen ließen, versammelte Coach Sigurdsson das Team noch einmal zur Auszeit und verlangte, in den Schlussminuten "volle Pulle" zu gehen - wenig später schraubte Deutschland die Führung auf 31:18 (22.).

 

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