334 Spiele für den FC Bayern Schweinsteiger und Scholl: Der Vergleich!

Spielte erstmals 2002 für den FC Bayern: Bastian Schweinsteiger. Von 1992 bis 2007 im roten Trikot: Mehmet Scholl. Foto: Rauchensteiner/Augenklick/Imago

Gegen Hannover 96 kann Bastian Schweinsteiger sein 334. für den FC Bayern machen – und so mit Mehmet Scholl gleichziehen. Die AZ vergleicht die beiden: Von Erfolgen bis hin zu Frisuren.

 

München - Dass sie beim FC Bayern einen Rekord nach dem anderen aufstellen, ist nichts Neues. Für Bastian Schweinsteiger, 30, hat die Partie am Samstag bei Hannover 96 aber dennoch eine ganz besondere Bedeutung. Der Vizekapitän steht vor seinem 334. Bundesligaspiel – und könnte mit einer Bayern-Legende gleichziehen: Mehmet Scholl.

Schweinsteigers Karriere war von Anfang an eng mit der von Scholl verknüpft: Als er 2002 in der Champions League erstmals für den FC Bayern zum Einsatz kam, wurde er für Scholl eingewechselt. Ein Vorgang, der sich noch einige Male wiederholen sollte. Denn damals spielten beide noch auf der gleichen Position auf der linken Außenbahn. Nicht die einzige Gemeinsamkeit. Die AZ analysiert den Schollsteiger:

ERFOLGE: „Wenn du beim FC Bayern einen Vertrag unterschreibst, steht drin, dass du deutscher Meister werden musst“, hat Schweinsteiger mal gesagt. Acht Mal erfüllte Scholl diese Vorgabe und ist gemeinsam mit Oliver Kahn damit Rekord-Rekordmeister. Wohl aber nicht mehr lange. Denn Schweinsteiger gewann den Titel bereits sieben Mal. Der achte Triumph ist bereits in Arbeit. Mit sieben Pokalsiegen hat Schweinsteiger Scholl (fünf) bereits überholt. Die Champions League gewannen beide (2001 bzw. 2013). Scholl hat Schweinsteiger den Uefa-Cup und den EM-Titel 1996 voraus. Dafür triumphierte Schweinsteiger bei der WM 2014 in Brasilien, nach Philipp Lahms Rücktritt ist er zum Nationalelf-Kapitän aufgestiegen. In seinen 334 Ligaspielen erzielte Scholl 87 Tore, Schweinsteiger in 333 bisher 42.

OPTIK: „Wenn ich in den Spiegel schaue, sehe ich 67 Kilo geballte Erotik“, sagte Scholl mal über sich selbst. Dem unspektakulären und eher leidigen Thema seiner Haarpracht hat er mittlerweile ein Ende gesetzt, trägt Glatze – steht ihm gut. Ganz anders Schweinsteiger: Vor allem in den Anfangsjahren seiner Karriere wechselte er die Frisur häufiger als Mitchell Weiser die Rückennummer. Mal blond, mal Igellook, mal kurz, mal länger.

Ex-Präsident Uli Hoeneß stellte einst fest: „Bastian Schweinsteiger ist ein richtiger Mann geworden. Früher hat er sich mehr Gedanken gemacht, in welche Kneipe gehe ich am Abend, mit welchem Haarschnitt, und was muss ich mir für Fingernägel machen, damit ich auffalle.“

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Filmkarriere: Nachdem Scholl seine aktive Laufbahn 2007 beendete, erschien das Filmporträt „Frei gespielt: Mehmet Scholl: Über das Spiel hinaus“. Seit 2008 arbeitet er als TV-Experte bei ARD. Schweinsteiger glänzte auf der Kinoleinwand als Hauptdarsteller in der WM-Doku über den WM-Tiumph „Die Mannschaft“. An der Seite von Lukas Podolski bewarb er sich schon 2006 in Sönke Wortmanns „Sommermärchen“ als bester Nebendarsteller. Seitdem stehen „Schweini und Poldi“ in einer Reihe mit „Dick und Doof“ oder „Batman und Robin“.

Musikkarriere: Scholl ist Gründer des Münchner Plattenlabels Millaphon Records und veröffentlichte vier kompilierte CDs. Er moderiert die Sendung „Mehmets Schollplatten“ auf Bayern 2. Schweinsteiger hört gerne Musik von Rihanna und Kanye West.

Alternativkarriere: Wäre Scholl kein Fußballprofi geworden, wäre er jetzt wahrscheinlich Kegelprofi. Mit seiner Karlsruher Mannschaft wurde er deutscher Vize-Jugendmeister, spielte später in der ersten Kegel-Mannschaft des FC Bayern. Schweinsteiger trainierte als Kind mit Skistar Felix Neureuther, mit dem er gut befreundet ist, entschied sich dann aber für den Fußball.

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Berühmte Zitate: Was Scholl im nächsten Leben werden möchte? „Hund bei Uli Hoeneß.”

Schweinsteiger über Teamkollege Arjen Robben: „Ein bisschen an Schnelligkeit fehlt es ihm, sonst ist er gut.“ Robben steht übrigens vor seinem 100. Bundesliga-Sieg, bei 125 Spielen.

 

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