3:1-Sieg gegen Hannover Lewy und zweimal Götze beim Pep-Abschied

Die 26. Meisterschaft wird von dne Bayern gefeiert. Foto: dpa

Die Bayern schlagen Absteiger Hannover 96 mit 3:1. Robert Lewandowski knackt einen Uralt-Rekord.

 

München - Der FC Bayern hat Pep Guardiola mit einer Meister-Gala verabschiedet und sich mit flottem Angriffsfußball auf die große Party mit der Schale eingestimmt.

Die Münchner schossen sich am Samstag beim 3:1 (2:0) gegen Absteiger Hannover 96 auch schon einmal für den letzten Guardiola-Auftritt in einer Woche beim Pokalfinale gegen Borussia Dortmund warm. Bundesliga-Torschützenkönig Robert Lewandowski (12. Minute) und der herausragende Mario Götze mit einem Doppelpack (28./54.) sorgten im letzten Heimspiel des katalanischen Starcoaches für die umjubelten Treffer.

Sobiech trifft für Hannover

Für den künftigen Zweitligisten Hannover 96 traf Artur Sobiech (66.). Mit nur 17 Gegentoren stellten die Bayern einen Liga-Rekord auf. Aber das ging fast unter am Festtag mit 75 000 Zuschauern, die nach dem Schlusspfiff den historischen vierten Meistertitel nacheinander feierten. Kapitän Philipp Lahm bekam wieder einmal die elf Kilo schwere Meisterschale überreicht.

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Mehr als zwei Stunden vor der feucht-fröhlichen Siegersause mit Meisterschale zelebrierten die Münchner schon mal die 25 vorangegangenen Championate. Blaskapellen und Böllerschützen sorgten für Stimmung. Von den 25 Club-Legenden, die zur Erinnerung an frühere Titeltage begrüßt wurden, erhielten Vereinsikone Uli Hoeneß und der langjährige Kapitän Oliver Kahn den größten Applaus. Mit viel Beifall wurde auch der zu Manchester City weiterziehende Guardiola vor dem Anpfiff bedacht.

"Lieber Pep, ich möchte mich im Namen des ganzen FC Bayern bei Dir bedanken, wir hatten drei großartige Jahre mit Dir", sagte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge am Stadion-Mikro. Guardiola sei ein "großer Botschafter" für den Verein und die Bundesliga gewesen, rühmte Rummenigge den Ligatrainer mit der besten Siegquote (über 80 Prozent). «Der deutsche Fußball hat Pep Guardiola viel zu verdanken.»

Guardiola wollte Spannung hochhalten

Bei seinem letzten Spiel in dem "Wahnsinns-Stadion" winkte Guardiola ins Publikum, war dann aber am Spielfeldrand sofort wieder auf sein Kerngeschäft fokussiert. Wie sein energisches und spielstarkes Starensemble wollte auch der 45-Jährige eine Woche vor dem großen Pokalfinale gegen Vizemeister Dortmund die Spannung hochhalten.

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Ein ernsthafter Gegner war der mit einer für den Neuaufbau vielversprechenden Formation angetretene Absteiger nicht. Angriff gegen Abwehr hieß es auf dem Rasen. Lewandowski sorgte für das erste Highlight. Eine Hereingabe von Kingsley Coman wurde noch abgewehrt. Im Nachsetzen traf dann der Pole, der als erster Profi seit fast vier Jahrzehnten die 30-Tore-Marke knackte. Bitter für Keeper Ron-Robert Zieler in seinem letzten Spiel für 96: Da Lewandowskis Schuss noch abgefälscht wurde, hatte er keine Abwehrchance. Auch nach einem feinen Solo von Götze, das der Nationalspieler mit einem Heber abschloss, war Zieler machtlos.

Lewandowski mit der Hacke

Wiederholt hatte der überlegene Meister die Chance zu einer höheren Führung. Am schönsten war der Versuch von Lewandowski mit der Hacke (35.). Coman traf per Kopf den Pfosten (37.). Der engagierte Götze versenkte nach der Pause einen trockenen Schuss ins kurze Eck.

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Guardiola bedankte sich nicht nur bei den Einwechselspieler Rafinha und Sebastian Rode, sondern auch bei Ersatzkeeper Sven Ulreich mit der Hereinnahme für seine Geduld als Nummer 2 hinter Manuel Neuer. Ulreich konnte sich zweimal gegen Edgar Prib auszeichnen, beim Gegentor war er machtlos. Der 28. Saisonsieg war ein gelungener Auftakt der Feierlichkeiten. «Deutscher Meister wird nur der FCB», skandierten die Bayern-Fans.

 

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