300 PS und Allradantrieb Audi SQ2 im Test: Kompaktes Power-SUV

Optisch leicht angeschärft: Der SQ2 zeigt nur dezent, dass mehr in ihm steckt. Foto: Rudolf Huber

Der Q2 ist für Audi der Einstieg in die SUV-Welt. Bei 24.200 Euro startet die Preisliste. Doch es geht auch noch deutlich mehr, und zwar bei Leistung und Preis.

 

München -  Statt der 116 PS beim Einstiegsmodell wartet nämlich am anderen Ende der Modellreihen-Skala der mindestens 44.500 Euro teure SQ2 mit fast drei Mal soviel Power auf. Der Zweiliter-TFSI-Motor unter der mit knackigen Linien versehenen Haube des SQ2 bringt es auf exakt 300 PS.

Und, was fast noch wichtiger ist, auf ein maximales Drehmoment von saftigen 400 Newtonmeter, das schon ab 2000 Touren parat steht und den 1,5-Tonner per Siebengang-S-Tronic und quattro-Antrieb auf Wunsch sehr zügig in Schwung bringt. In Zahlen: 4,9 Sekunden vergehen beim 0-bis100-Spurt, bei 250 Sachen wird wie gewohnt abgeregelt. Obwohl: Bei einem nur 4,21 Meter langen SUV ist es doch eher ungewöhnlich, dass es überhaupt so schnell fährt.

Audi SQ2: Stimmige Kombination von Dynamik und Schnelligkeit

Dabei ist der SQ2 nicht nur schnell, er bringt die Dynamik auch sehr fein auf die Straße. Er ist eher leicht knackig ausgelegt, also definitiv keine rollende Sänfte. Er gibt sich in schnellen und sehr schnellen Kurven trotz seiner Crossover-Karosse fast so souverän wie ein sehr sportlicher A3 Sportback.

Und was er auch kann: Sehr gut geradeaus laufen, auf der Autobahn entspannt und mit beruhigenden Reserven Kilometer fressen - im Test kommen mehr als 3.000 Kilometer zusammen, und stets vermittelt der SQ2 das schöne Gefühl, in einem in sich stimmigen Gefährt unterwegs zu sein.

Audi SQ2 - leiser Fahrspaß gepaart mit Komfort

Dazu tragen natürlich auch die feinen Sportsitze bei, die Modus-Auswahl für Motor- und Getriebeabstimmung, wobei sich auf der Langstrecke die Effizienz-Stufe als mehr als ausreichend auch für schnelle Überholmanöver erweist. Diese Wahl sorgt auch für einen Testverbrauch von 9,6 Litern je 100 Kilometer, trotz zwischendurch langer, sehr schneller Etappen: Durchgehend 230 Sachen sind weder fahrerisch, noch von der Geräuschkulisse her ein Problem - wenn's die Verkehrslage mal hergibt.

Im Testwagen steckt so ziemlich alles, was die Extra-Liste hergibt - vom Head-up-Display über die komplette Ausstattung mit Assistenzsystemen bis zu größeren Rädern und sonstigen Finessen. Das ist alles sehr schick und angenehm - aber auch teuer. Bei mindestens 63.000 Euro liegt der Komplettpreis des ausprobierten SQ2 - eine Menge Holz für zugegebenermaßen reichlich Leistung und eine Menge Luxus.

Audi SQ2: Platzangebot ist mangelhaft

Dass das Platzangebot für bis zu vier Passagiere gut, für fünf höchstens befriedigend ist, ist beim kleinsten Audi-SUV klar. Und auch das Gepäck sollte vor größeren Reisen sorgfältig sortiert werden: Bei voller Bestuhlung passen gerade mal 355, bei umgeklappten Rückbänken 1000 Liter in den Kofferraum. Zum Vergleich: Der nur zwei Zentimeter längere Konzernbruder VW T-Roc bringt es auf 445 bis 1237 Liter. Und den gibt es in Kürze auch mit 300 PS.

 

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