30 Euro schlecht investiert Irre! Mann tauscht Hose mit Obdachlosem, um in Klub zu kommen

Milchbar und Jogginghose: Diese Kombination ging bei einem Betrunkenen nicht auf. Foto: Milchbar, Redfield

Weil der 21-Jährige wegen seiner Sporthose nicht in eine Diskothek kommt, schlägt er einem Obdachlosen ein echt blödes Geschäft vor.

München - Selena Gomez, Kylie Jenner, Rihanna, Cathy Hummels und Barbara Becker – sie alle stehen auf "Athleisure".

Das setzt sich aus "Athletic" und "Leisure" zusammen und beschreibt ein sportlich-stylisches Outfit. Manchen Frauen steht der sündteure Schlumpf-Look sogar ausgesprochen gut. Wobei Rihanna vermutlich in jeden Club dieser Welt gelassen würde, selbst wenn sie dort mit Kittelschürze und Kopftuch auftaucht.

Alkoholfahne und Jogginhose

Männer in Jogginghose kommen dagegen bestenfalls ins Fitnessstudio, aber garantiert nicht am Türsteher einer bekannten Diskothek vorbei. Diese niederschmetternde Erfahrung machte ein 21-Jähriger aus Neubiberg. Er wollte gegen 1.30 Uhr in die Milchbar. Doch der Türsteher ließ ihn eiskalt abblitzen und sagte nur: "Du kommst hier nicht rein." Vermutlich lag das aber nicht nur an der schlabbrigen Jogginghose, sondern auch an der Alkoholfahne. Mindestens zwei Promille dürfte der Neubiberger am Dienstagabend letzter Woche intus gehabt haben.

Schnöde abgewiesen, trollte sich der 21-Jährige zunächst. Aufgeben kam für ihn aber nicht in Frage. Trotz gewisser Anlaufschwierigkeiten begann sein alkoholumnebeltes Gehirn das Problem zu analysieren. Das Ergebnis: nicht unbedingt der Geistesblitz eines Genies, aber zumindest ein Lösungsansatz.

Neue Hose bringt auch kein Glück

Der Neubiberger quatschte auf der Straße einen Obdachlosen an. Dessen Outfit war zwar garantiert ebenso wenig clubtauglich wie seines. Aber wie heißt es so schön, nachts sind alle Katzen grau. Deshalb machte der Nachtschwärmer dem Stadtstreicher ein Angebot: 30 Euro bot er ihm für dessen ungewaschene und nicht mehr ganz neue Buxe. Der Fremde ließ sich auf den Deal ein. Er zog seine Hose aus und übergab sie dem 21-Jährigen. Im Gegenzug gab’s für ihn die 30 Euro.

Mit nackten Knien nachts auf Münchens Feiermeile – richtig wohl war dem Mann so nicht. Deshalb schnappte er sich die Jogginghose, klemmte sie sich unter den Arm und rannte dann, so schnell er konnte weg – in Unterhose, versteht sich.

Der 21-Jährige blieb zurück, wie der Dieb in Unterhose und ohne Handy. Das, wie er glaubte, in der Sporthose steckte. Er schlüpfte in die Hose des Obdachlosen und ging zurück zur Milchbar. Der Türsteher war auch vom neuen Outfit nicht begeistert. Der 21-Jährige kam, welch Überraschung, wieder nicht in die Milchbar. Wenigstens rief ihm der Türsteher aber die Polizei.

Die Jogginghose ist übrigens bis heute nicht wieder aufgetaucht. "Wir fahnden nach ihr", sagt Polizeisprecher Benjamin Castro-Tellez. Wohl aber ist das Handy zurück. Das steckte nicht in der Sporthose. Der 21-Jährige hatte es bei einem Freund vergessen.

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