3:0-Erfolg gegen Berlin Deutlicher Sieg der Fußball-Hauptstadt München!

Souverän an der Tabellenspitze: Die Bayern feiern ihren Heim-Sieg gegen Hertha BSC Berlin. Foto: dpa

Der FC Bayern schüttelt Verfolger Hertha BSC Berlin mit 3:0 souverän ab. Arjen Robben trifft bei seinem Debüt. „Ich hatte Gänsehaut, dafür habe ich hart gearbeitet“, freut sich der Holländer.

 

München - Ganze 16 Minuten hielt die Berliner Mauer in der Allianz Arena. Dann eröffnete Franck Ribéry die Ski-Saison. Ein Haken, noch ein Haken, und noch einer, dann ein Tänzchen mit Slalomstange Peter Pekarik und rein damit. Der Ball rutschte unter dem Norweger Rune Jarstein durch – das 1:0. Ein fußballerischer Geistesblitz des Franzosen. Da wollte Arjen Robben, der andere Bayern-Held des Abends, nicht hinten anstehen. Der emotionale Höhepunkt der Partie: Sein Treffer zum 3:0-Endstand in der 72. Minute, nur sieben Minuten nach seiner Einwechslung. Ein Tor der Marke unnachahmlich Robben!

Der Holländer wurde von einer Welle des Applauses getragen. Seit dem 16. Juli hatte er nicht auf dem Platz gestanden, sich zu Beginn der Vorbereitung (wieder einmal) eine Adduktorenverletzung zugezogen. Glücklicher Carlo Ancelotti – wieder eine Alternative mehr. „Ich hatte Gänsehaut, dafür habe ich hart gearbeitet. Es ist nicht zu beschreiben, ich bin superglücklich“, freute sich Robben nach dem geglückten Comeback bei Sky.

Wer soll diese Bayern in dieser Liga stoppen?

Wer soll diese Bayern in dieser Liga stoppen? Schon mal nicht der bisherige Tabellenzweite aus der Hauptstadt. Die Ancelotti-Truppe glänzte gestern selbst auf einer schwierigen Piste, um die es so viele Diskussionen gegeben hatte. Der Bayern ärgster Feind: der Rasen! Dieser sogenannte Rasen. Ein Pilzbefall, das zuletzt schlechte Wetter sowie fünf Spiele in 13 Tagen hat dem Untergrund ziemlich zugesetzt. Braune Stellen, einige Löcher – nicht Bayern-like. Und so dachte man schon beim Heimspiel gegen Ingolstadt (3:1), dass das Spiel des Abo-Meisters etwas kränkelt, die Gegner plötzlich zu Chancen, ja sogar zu Toren kommen. Ein Vorteil für die Gäste? Auf dem Acker kann man doch nicht wirklich Dominanz ausstrahlen, weil ein vernünftiges, einer Top-Mannschaft würdiges Kurzpassspiel kaum möglich ist? Die Bayern schafften das. So gut es eben ging Wenn sie Tempo aufnahmen, das Spiel schnell und schneller machten, hatte Hertha keine Chance.

Die Berliner hatten sich in personam Michael Preetz, dem Geschäftsführer Sport, bereits vor Anstoß ergeben: Preetz betonte bei Sky man sei „natürlich kein Bayern-Jäger. Auf Sicht werden wir nicht die Mannschaft sein, die den Bayern in dieser Saison Paroli bieten kann.“ Wer dann? Dortmund? Ja, klar. Vielleicht sogar RB Leipzig? Der Aufsteiger holte gestern Abend gegen die andere Borussia, die Mönchengladbacher, immerhin ein 1:1. Berlins Preetz mauerte: „Wir sind lange noch nicht so weit, dass wir uns vor der Saison hinstellen können und sagen, Hertha BSC spielt um die internationalen Plätze mit.“

Robben glänzt bei Comeback

Ancelotti hatte seine Startelf auf fünf Positionen verändert: Alaba, Lahm, Müller (alle zuletzt mit Infekt außer Gefecht) sowie Thiago und Rückkehrer Jérôme Boateng kamen für Coman, Kimmich, Rafinha, Sanches (alle auf der Bank) und Bernat (nicht im Kader). Die zunächst dünne Führung hielt nicht lange, weil Bayern ernst und ernster machte. Nach 68 Minuten überließ Herthas Souza freundlichst Thiago den Ball, der locker zum 2:0 einschob. Deckel drauf. Robben hatte sich, als Joker für Thomas Müller gebracht (65.), mit einer wahrlich Robben-typischen Szene eingeführt. Ein Dribbling mit dem Kopf durch die (Verteidiger-) Wand, ein Faller. Ein Foul? Kein Pfiff jedenfalls. Aber er kam ja noch zu seinem persönlich Comeback-Highlight.

Die Bayern setzen also ihre Serie fort. Sieben Pflichtspiele, sieben Siege. Mit einem Torverhältnis von 26:1. Sauber eing’schenkt! Fortsetzung der Serie am Samstag in Hamburg.

 

27 Kommentare