30 bis 40 Mitarbeiter KVR: München bekommt eigenen Ordnungsdienst

, aktualisiert am 15.06.2016 - 10:40 Uhr
Verbotenes Grillen an der Isar wird beispielsweise auch vom KVR-Außendienst geahndet. (Symbolbild) Foto: dpa

An bekannten Sicherheitsbrennpunkten der Stadt sollen künftig 30 bis 40 Mitarbeiter des KVR vor Ort sein und für Ordnung sorgen. Am Dienstag stimmte der Kreisverwaltungsausschuss den Plänen zu.

 

München - Zwischen 30 und 40 Mitarbeiter des Kreisverwaltungsreferats (KVR) sollen künftig die Münchner Polizei im öffentlichen Raum unterstützen. Aufgabe des KVR-Außendienstes soll es sein, an städtischen Brennpunkten für Sicherheit und Ordnung zu sorgen. Dazu gehören unter anderem der Hauptbahnhof, der Gärtnerplatz und vor allem im Sommer der gesamte Isar-Bereich.

Am Dienstag stimmte der Kreisverwaltungsausschuss den entsprechenden Plänen (mehr Infos dazu hier) zu – weitere Details, wie beispielsweise eine Aufstockung der Mitarbeiter, soll in der nächsten Zeit geregelt werden.

Der Ordnungsdienst darf gegen die Störenfriede Verwarnungen und Platzverweise aussprechen und auch Bußgeldverfahren einleiten. Die Einsätze erfolgen allerdings nur in genauer Abstimmung mit der Polizei. Zudem sollen zusätzliche Kontrollen in Gaststätten erfolgen, bei Ruhestörungen soll dann eingeschritten werden.

"Wir sind absolut für unbeschwertes Feiern in der Innenstadt. An der liberalen Grundausrichtung des KVR bei der Genehmigung der Freischankflächen und von Veranstaltungen soll sich nichts ändern. Aber wir haben erkannt, dass wir eine gewisse Sicherheitslücke schließen müssen, damit ein friedliches Miteinander der Partygäste und Anwohner besser möglich ist. Der mobile KVR-Außendienst kann einen wertvollen Beitrag zur Verbesserung des Sicherheitsgefühls leisten und objektiv für mehr Sicherheit sorgen", so Stadtrat Dr. Alexander.

SPD-Stadtrat Christian Vorländer zum neuen KVR-Außendienst: "Mit der Einrichtung eines KVR-Außendienstes kann eine Lücke im sicherheitspolitischen Bereich geschlossen werden. Die Polizei ist mit ihren Aufgaben derzeit überlastet. Um gegen Ruhestörer oder Wildbiesler vorzugehen, fehlen ihr schlicht die Kapazitäten. [...] Hier kann ein Außendienst wertvolle Arbeit an Brennpunkten leisten. Das Ganze sollte übrigens nicht mit einer Sicherheitswacht verwechselt werden. Es geht um städtische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die ureigene Aufgaben des KVR erledigen. [...] Das Sicherheitsbedürfnis der Bürgerinnen und Bürger ist groß, sie werden den neuen Außendienst wertschätzen."

 

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