Stimmen zum 2:1-Sieg gegen Eindhoven Müller: "Können nicht zu 100 Prozent zufrieden sein"

, aktualisiert am 02.11.2016 - 07:19 Uhr
Thomas Müller vom FC Bayern (links) im Duell mit Eindhovens Moreno. Foto: firo/Augenklick

Mit dem dritten Sieg im vierten Gruppenspiel der Champions League erreicht der FC Bayern das Achtelfinale und spielt im Duell mit Atlético Madrid noch Platz eins aus. Stimmen zum 2:1 bei der PSV Eindhoven.

 

München - Robert Lewandowski war nicht nur wegen seiner Champions-League-Tore Nummer 35 und 36 der überragende Mann auf dem Feld (34. und 74. Minute), bei drei weiteren Aluminiumtreffern hatte der Pole zudem Pech.

Das 2:1 bei der PSV Eindhoven verhilft dem FC Bayern zum Sprung ins Achtelfinale der Königsklasse, jetzt wird der deutsche Rekordmeister noch Platz eins in der Gruppe ausfechten - mit Atlético Madrid.

Der deutsche Nationalspieler Thomas Müller mühte sich redlich, hatte aber das Pech an den Schuhen kleben - einmal rettete Moreno im letzten Moment kurz vor der Linie.

Rückkehrer Arjen Robben, dessen großartige Karriere in Eindhoven von 2002 bis 2004 Fahrt aufgenommen hatte, konnte dagegen kaum Glanzpunkte setzen und wurde nach 64 Minuten unter dem Applaus seiner Landsleute ausgewechselt.

Die Stimmen zum Spiel

Carlo Ancelotti (Trainer FC Bayern): " Das Spiel hat schwierig begonnen. Aber wir sind langsam zurückgekommen und am Ende hat es noch mit dem Sieg geklappt. Es war wichtig, die Konter zu kontrollieren, das Selbstvertrauen nach dem 0:1 nicht zu verlieren. Nach der Pause haben wir schneller gespielt und hatten mehr Möglichkeiten. Mit der Einwechselung von Coman und Costa habe ich versucht, das System zu ändern, mehr mit Flanken zu spielen. Das war gut. Wir sind fürs Achtelfinale qualifiziert, das ist wichtig. Jetzt haben wir zwei Spiele, um den Gruppensieg noch zu schaffen."

Thomas Müller (FC Bayern): "Alles in allem hätte der Sieg um ein Tor höher ausfallen können. Wir können mit dem Spiel an sich nicht zu 100 Prozent zufrieden sein. Wir haben gut angefangen und kriegen dann auf einmal nach einem eigenen Eckball ein Gegentor. Alles in allem haben wir aus meiner Sicht gut nach vorne gespielt, aber in der ersten Halbzeit den Ball einen Tick zu langsam gespielt. Eindhoven hat schon sehr tief hinten gestanden. Wir haben viel probiert, sind viel in die Räume gegangen. Wir wollten gewinnen, damit wir aus eigener Kraft noch Erster werden können. Die Chance besteht weiterhin, von daher war es ein guter Tag."

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Phillip Cocu (Trainer PSV Eindhoven): "Wir haben alles probiert. Bayern hatte mehr Ballbesitz, trotzdem haben wir als Mannschaft gut verteidigt. Wären wir mit der Führung in die Pause gegangen, wären die Chancen für uns größer gewesen. Gegen Ende haben wir das Risiko erhöht, aber es hat leider nicht gereicht. Ich muss anerkennen, dass der FC Bayern die bessere Mannschaft ist."

Arjen Robben (FC Bayern): "Es war schwierig, wir haben in der ersten Halbzeit ohne Überzeugung und viel zu langsam gespielt. Da kommt man nicht in die richtigen Situationen. Wir müssen das viel besser ausspielen. Es war kein gutes Spiel von uns, fußballerisch müssen wir daraus lernen, weil wir immer noch die gleichen Fehler machen. Wir sind qualifiziert, aber wenn wir im Achtelfinale so spielen, bekommt man Probleme.

Zu seiner Auswechslung: "Ich fand es schade. Ich war enttäuscht und auch ein bisschen sauer. Das Spiel ist einmalig für mich. Da willst du von der ersten bis zur letzten Minute auf dem Platz stehen. Der Trainer denkt vielleicht an meine Gesundheit."

Lothar Matthäus (Sky-Experte): "Das war der beste Auftritt der Bayern in der Champions-League-Saison. Heute hatten sie Dominanz pur von der ersten bis zur letzten Minute." Über den Schiedsrichter: "In dieser Anzahl von so groben Schiedsrichter-Fehlern habe ich selten ein Champions-League-Spiel gesehen. Dieser Schiedsrichter wird sich etwas anhören müssen, das war eine unterirdische Leistung."

 

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