20-Jährige in Klinik gestorben Badeunfall im Riemer See: Sie war Nichtschwimmerin

Der Riemer See: Hier ist eine 20-Jährige untergegangen. Foto: Hub

Die 20-Jährige, die am Sonntag im Riemer See verunglückte, ist am Montag im Krankenhaus gestorben. Das Opfer und ihr Begleiter konnten beide nicht schwimmen.

 

München - Für die freiwilligen Helfer der Kreiswasserwacht München war die Nachricht gestern ein Schock. Die junge Münchnerin, die sie am Sonntagnachmittag aus dem Riemer See retteten, ist tot. Sie starb in der Nacht auf Montag im Krankenhaus.

Die 20-Jährige gebürtige Rumänin war im nur hüfthohen Wasser plötzlich untergegangen. „Sie war Nichtschwimmerin“, wie Rudolf Brettner, Sprecher der Wasserwacht, der AZ bestätigte.

Die junge Frau war zusammen mit einem Arbeitskollegen im flachen Wasser im Uferbereich. Beide sind Nichtschwimmer und gerieten, ohne es zu merken, an die Kante, an der der Untergrund steil in die Tiefe abfällt. Der Riemer See ist bis zu 15 Meter tief, was viele aber nicht wissen.

Während sich ihr Begleiter im letzten Moment in den flachen Bereich retten konnte, ging die 20-Jährige unter. Sofort begann die Suche. Doch es dauerte rund zehn Minuten, bis man die bewusstlose Frau unter Wasser fand.

Ihr tragischer Tod hat die Diskussion um Sicherheitsvorkehrungen am Riemer See angefacht. AZ-Leser forderten einen Aussichtsturm für die Wasserwacht. „Doch auch der hätte das tragische Unglück kaum verhindern können“, sagt BRK-Sprecher Peter Behrbohm. „Am Sonntagnachmittag waren über 6000 Menschen am See, da kann man nicht jeden im Auge behalten.“

Problematisch ist die steigende Zahl der Nichtschwimmer, die sich trotzdem ins Wasser wagen. Bei Todesfällen im Alter zwischen 15 und 30 Jahren konnten 80 Prozent der Opfer nicht schwimmen.

 

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