2:0 gegen Unterföhring Sechzger kochen auf weißblauer Sparflamme

Das 1:0 für den Tabellenführer gegen den Letzten: Markus Ziereis trifft gegen Unterföhring, am Ende heißt es 2:0. Foto: sampics/Augenklick

Der Tabellenführer tut sich gegen Schlusslicht Unterföhring äußerst schwer. Am Ende heißt es 2:0 für die Löwen durch die Treffer von Ziereis und Mauersberger. "Das war nicht unser bestes Spiel."

München - Spitzenreiter. Schlusslicht. Schützenfest? Das Flutlicht war eben erst angeknipst, schon hallte der Torjubel über Giesings Höhen. Steilpass von Nono Koussou rechts an die Grundlinie, Querpass Benjamin Kindsvater vor den Kasten – und der Serientäter war zur Stelle.

Das 2:0 (1:0) des Sechzger-Goliaths gegen David FC Unterföhring lieferte da eine gewisse Blaupause zu den vorherigen Heim-Dreiern gegen den TSV Buchbach (2:1) und den SV Seligenporten (3:0): Sechzig siegte, aber Sechzig bekleckerte sich gewiss nicht mit Ruhm.

Dauer-Türöffner Markus Ziereis (2.) und Jan Mauersberger (47.) markierten die Treffer zum mühsamen Erfolg, den manche Fans wohl eher als Blamage bezeichnet hätten. Der Trost: Aus den selbst ausgerufenen Heimspieltagen gelang trotz spielerischer Magerkost die Maximalausbeute (nun 58 Punkte) – drei Mal Löwen-Jubel! Hier gibt's die Partie gegen Unterföhring im Liveticker zum Nachlesen!

"Das war nicht das beste Spiel, darüber brauchen wir nicht zu reden. Wir haben nicht gut nach vorne gespielt, es hat am Abschluss gehapert", gab Stürmer Sascha Mölders zu, "ich habe auch wieder ein, zwei Dinger gehabt, einmal überspringt mir der Ball. Vielleicht nächste Woche wieder. Letzten Endes haben wir gewonnen und aus drei Spielen neun Punkte geholt."

Trainer Daniel Bierofka ließ diesmal Ugur Türk draußen und vertraute auf die Dienste von Kindsvater – eine Hereinnahme, die sich früh bezahlt machen sollte: Durch die erste flüssige Kombination des Triumvirats Koussou-Kindsvater-Ziereis gingen die Giesinger in Führung.

"Nur noch neun!", dröhnte es aus der Kehle eines Fans von der Haupttribüne, der stets einen Countdown bis zum zweistelligen Ergebnis ausruft. Kantersieg-Alarm? Im Gegenteil, denn: Koussou musste verletzt vom Rasen, Sechzig blieb (zu) oft an den leidenschaftlich kämpfenden FCU-Recken hängen.

Karsten Wettberg: "...dann kam gar nichts mehr"

Und die trauten sich sogar einige Konter zu. So richtig gefährlich gerieten diese – mangels Unterföhringer Qualität – aber nicht. Die Verwarnungen der Herren Berzel und Köppel lieferten dennoch Zeugnis davon ab, dass der TSV 1860 gegen den Letzten so seine Probleme hatte.

Umständlich, behäbig, müde? Selbst zu Ende einer kräfteraubenden Woche sollte ein Klub, der in den Profifußball zurückkehren möchte, andere Mittel gegen den designierten Absteiger finden. Resultat der Bemühungen von Bierofkas Elf: "nur" ein mageres 1:0 nach 45 Minuten. Pausenfazit von Karsten Wettberg: "Ein schön herausgespieltes Tor, dann kam gar nichts mehr. Das war nix – hoffentlich gibt es eine gescheite Kabinenansprache."

Diese dürfte es gegeben haben. Einzig: Sie half nicht. Was tun, wenn es spielerisch (schon wieder) nicht läuft? Richtig, die Standards: Wie im ersten Durchgang lag die Kugel nach zwei Minuten Spielzeit im Kasten, weil Mauersberger eine Wein-Ecke einköpfte. Wenigstens Sechzigs Waffe funktionierte.

Die Riesen-Chance zum 3:0 gab's trotzdem: Mölders gelangte schneller an den Ball als FCU-Schlussmann Daniel Sturm. Der heranstürmende Ugur Türk bediente Ziereis vor dem Tor, der jedoch am Abschluss gestört wurde (69.). Dann war auch schon Schluss. Weiß-blaue Sparflamme statt Feuerwerk. "Sechzig ist der geilste Klub der Welt", sangen manche Fans, während anderen wohl schwante: So wird es mit Meisterschaft wie Aufstieg ganz eng.

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