1860-Leader über Comeback-Pläne und Ismaik Gebhart reist nach Dubai und will "den Chef" treffen

, aktualisiert am 07.12.2017 - 20:58 Uhr
Will sich in der Wüste fit für das Trainingslager machen: 1860-Mittelfeldboss Timo Gebhart. Foto: sampics/Augenklick

1860-Spielmacher Timo Gebhart reist am kommenden Sonntag nach Dubai ins Wüstentrainingslager. Hier erklärt der 28-Jährige seinen Comeback-Plan, dankt Investor Hasan Ismaik für die Finanzierung und spricht über ein Treffen mit dem Jordanier.

München - Schwitzend stützt er sich am Hauptplatz des TSV 1860 an der Grünwalder Straße am Geländer ab. "Meine Beine sind schwer - das könnt ihr Euch nicht vorstellen", stöhnt Timo Gebhart. Und doch hat er bald schon wieder ein Lächeln im Gesicht, während er von Physiotheratpeut Nick Wurian über den Platz gescheucht wird. Daniel Bierofka und die Mannschaft absolvierten ein letztes Spielchen in der letzten Trainingseinheit vor der Winterpause, Gebhart muss sich im Aufbautraining nach seinem Muskelbündelriss weiter individuell schinden. Doch er weiß: Bald geht's in die Sonne.

Gebharts Plan: Trainingslager in Spanien durchziehen

Am Sonntag wird er mit Wurian nach Dubai fliegen, um sich in der Wüste fit zu machen für die Rückrunde. "Ich nehme auf jeden Fall drei, vier Bälle mit, werde aber auch viel auf Sand und im Wasser an meiner Kondition feilen. Wir werden dort acht Tage bleiben, zwei bis drei Einheiten am Tag machen. Wenn alles gut läuft, bin ich bis zum Laktattest dabei", erklärt der 28-Jährige der AZ über sein Ziel, am 9. Januar 2018 mit den Kollegen im Rahmen des ersten Termins im neuen Jahr seine Milchsäure-Werte abnehmen zu lassen.

Danach wolle er die Vorbereitung und auch das Trainingslager im spanischen Oliva Nova (3. bis 10. Februar) durchziehen, so gut es eben gehe: "Ob ich dann alles mit 100 oder 110 Prozent machen kann, müssen wir sehen. Vielleicht muss ich vorher noch ein paar Mal aufs Tor knallen."

Treffen mit Investor Hasan Ismaik geplant

In Dubai angekommen, habe Gebhart vor, Investor Hasan Ismaik zu treffen: Der Jordanier hatte sich dazu bereit erklärt, Gebharts Wüstentrip zu finanzieren. "Das ist eine tolle Sache. Ich würde mich freuen, mal den Chef kennen zu lernen - und mich persönlich bei ihm bedanken zu können. Er ist ein vielbeschäftigter Mann, aber er hat mir über Anthony Power ausrichten lassen, dass es mit einem Treffen klappt, wenn er Zeit hat." Ob es der Akteur auch fertig bringt, im Zwist zwischen dem Geldgeber und den Vereinsbossen zu vermitteln?

Gute Nachrichten jedenfalls für Sechzig, dass Gebhart Bierofka wohl nach der Winterpause wieder zur Verfügung stehen wird. Übrigens: Ob seine Kollegen dem Taktgeber den exklusiven Trip gönnen? "Klar, die freuen sich für mich", so Gebhart, der den besonderen Mannschaftsgeist der Sechzger hervorhebt - und mit einem Augenzwinkern sagt: "Und wenn da einer ein Problem damit hätte, dann gibt's ne Schelle..." Selbstredend nur ein Scherz des Spielmachers, der nach wochenlanger Reha nicht nur gut gelaunt, sondern voller Vorfreude auf sein Wüsten-Trainingslager ist.

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