1860-Allesfahrer über Vereinsbosse und Ismaik Franz Hell sorgt sich um die Löwen: Stillstand in der staden Zeit

Fordert einen kleinen gemeinsamen Nenner zwischen Löwen-Bossen und Investor Hasan Ismaik: Franz Hell, Allesfahrer des TSV 1860. Foto: sampics/Augenklick

1860-Fan Franz Hell hat sich im kicker über die Lage bei den Löwen geäußert. Der Allesfahrer sorgt sich um seinen Herzensklub und appelliert an das Präsidium um Robert Reisinger und Investor Hasan Ismaik, ihre Taktik zu ändern.

München - In den vergangenen Jahren war es alles andere als still beim TSV 1860, wenn die stade Zeit anstand: Jedes Mal auf's Neue kam es zum Showdown hin zum Jahresende: Würde Investor Hasan Ismaik seine Darlehen rechtzeitig in Genuss-Scheine umwandeln, damit die Sechzger für die Lizenzierung der DFL eine entsprechende Eigenkapital-Quote aufweisen können? Während der Jordanier meistens sein Wort hielt, verwehrte er Ende 2015 die Zahlungen und nahm dadurch eine Strafe der Sechzger im oberen sechsstelligen Bereich in Kauf.

Nun wird es nach dem Absturz der Löwen in die Regionalliga keine dieser besagten Transformationen geben. Geschäftsführer Markus Fauser hat hierfür eine positive Fortführungsprognose gestellt, der Verein will aktuell keine neuen Darlehen von Ismaik annehmen. Vielmehr befinde man sich derzeit in einer Phase des gegenseitigen Taktierens, wie Allesfahrer Franz Hell im kicker erklärt.

1860-Allesfahrer Hell: "Jede Seite geht davon aus, klar im Vorteil zu sein"

"Es herrscht absoluter Stillstand. Ich habe das Gefühl, dass beide Seiten abwarten, was passiert - und jede Seite davon ausgehen, dann klar im Vorteil zu sein", erklärte Hell. Reisinger und Co. müssen sich derzeit mit einem Gutachten über eine Aufkündigung des Kooperationsvertrags mit Ismaik auseinandersetzen, das der Antrag von Vereinsmitglied Ulla Hoppen während der letzten Mitgliederversammlung der Giesinger nach sich zog. Besagter Antrag wurde von der Mehrheit angenommen, eine Hauptpflichtverletzung konnte Ismaik allerdings offenbar nicht nachgewiesen werden.

Sechzigs Geldgeber warte Hells Angaben zufolge, bis die 50+1-Regel fällt. Der Verein hingegen steuere mit seiner Vorgehensweise ebenfalls in die falsche Richtung: "Zu sagen, wir nehmen keine Darlehen mehr auf und zermürben den Ismaik, haut auf Dauer nicht hin." Schließlich brauche man, wie auch Trainer Daniel Bierofka kürzlich forderte, eine Perspektive: "Wenn ich die Zwischentöne bei Daniel Bierofka höre", so Hell: "Der wüsste schon auch gerne, wie es weitergeht und ob Geld für eine Ergänzung zu Timo Gebhart da ist."

Der Lösungsansatz des Allesfahrers: "Ich erwarte nicht viel, aber zumindest so viel, dass man sich bemüht, einen kleinen gemeinsamen Nenner zu finden. Beide Seiten müssten nur ein bisschen aufeinander zugehen - das wäre mein einziger Weihnachtswunsch." Ein frommer Wunsch von Hell angesichts der festgefahrenen Situation.

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