17 Spiele in 34 Tagen Hammer-Wochen für den EHC Red Bull München

Der EHC, hier bei seinem Sieg beim EV Zug, muss noch 17 Mal in diesem Jahr ran. Foto: Alexandra Wey/KEYSTONE/dpa

Den EHC Red Bull München erwartet bis zum Jahresende ein Mammutprogramm. Für das Team von Coach Don Jackson stehen alleine in den nächsten 34 Tagen 17 Spiele an. "Man muss halt clever spielen", sagt Youngster Maximilian Kastner.

München - Wenn Fußballer Englische Wochen haben und da ein Spiel verlieren, dann wird fast automatisch der Jammermodus aktiviert, so als wären zwei Spiele in der Woche synonym mit einer schier unvorstellbaren Grausamkeit gegenüber den kickenden Arbeitnehmern. Eine Härte, die mit Millionen-Salärs nur ungenügend abgefedert werden kann. Ganz anders sehen da Eishackler-Wochen aus. Zwei Spiele in der Woche, das ist eher Standard als Ausnahme.

Die harten und abgehärteten Eishackler des Triple-Meisters EHC Red Bull München müssen nun 17 Spiele in 34 Tagen absolvieren. Oder anders gesprochen: Eine gesamte Bundesliga-Hinrunde in einem guten Monat. „Wir wissen, wie wir damit umgehen müssen – und werden auch in diesen Partien Spaß haben. Wir spielen lieber, als dass wir trainieren“, sagte Münchens Toptorjäger Maximilian Kastner.

Am Freitag empfangen die Red Bulls das Team aus Bremerhaven, am Sonntag geht’s zu den Kölner Haien, um am Mittwoch (28.11.) als Gastgeber der Krefeld Pinguine am Oberwiesenfeld zu fungieren. Am Freitag (30.11.) geht’s weiter bei der Düsseldorfer EG, Sonntag (2.12.) folgt das Heimspiel gegen Wolfsburg. Nach all diesen Liga-Spielen folgt die Champions League. Der EHC, der als erster deutscher Klub überhaupt in der CHL-Geschichte das Viertelfinale erreicht hat, trifft daheim am Dienstag (4.12.) auf den schwedischen Topklub Malmö Redhawks.

Kastner: "Wir haben uns an die Belastung gewöhnt"

Drei Tage später (7.12.) steht wieder die DEL an, die Nürnberg Ice Tigers sind die Gastgeber für den EHC, wieder zwei Tage darauf müssen sich die Red Bulls mit den Adler Mannheim messen. Am 11. Dezember geht’s dann zum Rückspiel nach Malmö. Freitag, 14.12., gilt es dann wieder in der DEL – die Kölner Haie sind auf Punkteraubzug in München. Keine Atempause für die Rote Bullen. Am Sonntag (16.12.) beim immer heißen Derby gegen Erzrivale Augsburg geht’s weiter. (Lesen Sie hier das AZ-Interview mit Dominik Kahun)

Am 19. Dezember gilt’s dann in Iserlohn, am 21. gegen die Mannheimer, zwei Tage später tritt der EHC in Bremerhaven an. Der 2. Weihnachtsfeiertag ist ein Arbeitstag in Ingolstadt, am 28. Dezember empfängt man Berlin und am 30. geht’s nach Wolfsburg. Was für ein Jahresendspurt.

Grund zum Jammern? Nicht für einen Eishackler. Kastner: „Wir haben uns an die Belastung gewöhnt. Man muss halt clever spielen, wenig auf der Strafbank sein, denn die Kraft, die man verliert, wenn man dauernd in Unterzahl spielt, die kann einem in den späteren Spielen schon mal fehlen. Aber alles in allem kann man die Belastung im Kopf ganz gut vergessen, wenn man die Erholungszeit gut nutzt.“

 

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