13 Menschen starben Wiesn-Attentat: Neu-Ermittlungen der Bundesanwaltschaft fast abgeschlossen

Eine Gedenktafel für die Opfer des Wiesn-Attentats vom September 1980. Foto: Lukas Barth/dpa

Die Bundesanwaltschaft steht kurz vor dem Abschluss der Neu-Ermittlungen zum größten rechtsradikalen Attentat in der Geschichte der Bundesrepublik.

 

München - Die 2014 neu angestrengten Ermittlungen zu den Hintergründen des Wiesn-Attentats stehen offenbar kurz vor dem Abschluss. Nach Informationen der "Süddeutschen Zeitung" will die Bundesanwaltschaft die Ermittlungen zu möglichen Hintermännern "demnächst einstellen". "Es gibt keine letztliche Klärung", sagte ein Fahnder der Zeitung.

Bereits im Februar war die Soko "26. September" aufgelöst worden, die nach dem Datum des Anschlags benannt ist, bei dem 13 Menschen gestorben und 200 verletzt worden waren.

Wiesn-Attentäter Gundolf Köhler soll Einzeltäter gewesen sein

Der Attentäter Gundolf Köhler hatte die Bombe am 26. September 1980 am Eingang zum Festgelände in einen Papierkorb gelegt. Die Bundesanwaltschaft sah den Studenten damals als Einzeltäter.

Doch daran gab es immer wieder Zweifel, weil Köhler mit der rechtsextremen "Wehrsportgruppe Hoffmann" trainiert hatte und als bekennender Rechtsradikaler galt. Laut "SZ" haben die Fahnder jetzt noch einmal mehr als 1.000 Zeugen zu dem Anschlag befragt, der als größtes rechtsradikales Attentat in der Geschichte der Bundesrepublik gilt.

 

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