1:2 gegen Werder Bremen Unglückliche Rückkehr von Trapp zur Eintracht: "Nicht schön"

Der Frankfurter Torwart Kevin Trapp (M) kann das 2:1 für Werder Bremen nicht verhindern. Foto: Thomas Frey/dpa

Nationaltorwart Kevin Trapp hatte sich seine Rückkehr in die Bundesliga und zu Eintracht Frankfurt anders vorgestellt. Am Ende ging er nach der Partie gegen Werder Bremen mit 1:2 als glückloser Verlierer vom Platz. Fehler machte er keine, Vorwürfe gab es nicht.

Frankfurt/Main - Unglücklicher hätte das Bundesliga-Comeback von Nationaltorwart Kevin Trapp für Eintracht Frankfurt beim 1:2 gegen Werder Bremen am Samstag kaum sein können.

"Ich habe mich gefreut, wieder spielen zu können und wollte helfen", meinte der 28-Jährige nach Spiel geknickt. "Zwei Gegentore im ersten Spiel ist für mich persönlich nicht schön."

Da nützte es auch nichts, dass er keine Schuld an beiden Gegentreffern hatte. Dies galt für das 0:1 durch Yuya Osako (23. Minute) genauso wie für das Freistoß-Tor von Milot Rashica in der letzten der 96 Minuten langen Partie. "So das Gegentor zu bekommen, in der letzten Sekunde, das ist bitter, enttäuschend und tut weh", meinte Trapp.

Der Bremer Mittelfeldakteur hatte den Ball kunstvoll und präzise über die Mauer in die linke Torecke gedreht. "Wenn er ins Torwarteck gegangen wäre, wäre es mein Fehler gewesen", befand der Keeper. "So aber muss ich ein bisschen warten und darf nicht zu viel riskieren."

Auch Eintracht-Cheftrainer Adi Hütter machte dem Rückkehrer, der nach dreijährigem Engagement bei Paris Saint-Germain an den DFB-Pokalsieger vom Main für ein Jahr ausgeliehen ist, keine Vorwürfe. Im Gegenteil. "Viele hätten ihm etwas anderes vergönnt", sagte der Österreicher. "Zumindest der Punkt wäre schön, wenn er ihn hätte festmachen und den Freistoß hätte halten können. Er war aber gut geschossen."

Ansonsten habe es Trapp einen Tag nach seiner Vorstellung in Frankfurt bei seinem Blitzdebüt gut gemacht. "Was er zu halten hatte, hat er gehalten. Er ist mit Sicherheit ein Spieler, der uns in Zukunft weiterbringen wird", meinte Hütter über den Ersatz für den ursprünglich als Nummer eins verpflichteten, angeschlagenen Frederik Rönnow. Nach der dritten Pflichtspiel-Niederlage - zuvor gab es die Pleite im Supercup (0:5 gegen den FC Bayern) und das Erstrunden-Aus im Pokal in Ulm - kann der Coach einen guten Rückhalt gebrauchen.

Hütter muss aber nicht befürchten, nach dieser Last-Minute-Niederlage wieder unter Druck zu geraten. Eher hat sich das Eintracht-Team Anerkennung für den Kampfgeist in einer höchst unglücklich verlaufenen Partie verdient. Früh musste Verteidiger Carlos Salcedo (10.) ausgewechselt werden. Danach folgte die Rote Karte für Jetro Willems (32.) nach einer Tätlichkeit und am Ende noch das späte 1:2.

"Die Mannschaft hat 60 Minuten lang heroisch in Unterzahl gekämpft", urteilte Hütter. "Der Wille meiner Mannschaft hat mir imponiert." Auch Frankfurts Manager Bruno Hübner war angetan von dieser Moral: "Wir haben tapfer nach vorne gespielt - mit viel Herz und viel Leidenschaft. Es ist eine total ärgerliche Niederlage."

Nach dem 1:1 durch einen Strafstoß von Sébastien Haller (54.) schien zumindest der Punktgewinn gesichert. Dass bei dem Foul, das zu dem Elfmeter führte, Werder-Torwart Jiri Pavlenka so hart am Kopf getroffen wurde, dass er ausgewechselt und ins Krankenhaus gebracht werden musste, gehört zu den besonderen Umständen des Spiels.

Torwart Trapp war zwar frustriert, aber auch zufrieden, nach guten Jahren von 2012 bis 2015 wieder in Frankfurt zu sein. "Trotz der Niederlage bin ich froh, wieder hier zu sein", betonte er. Nach den "drei wunderbaren Jahren" war es für ihn klar, dass er trotz der vielen Anfragen anderer Vereine wieder an die alte Wirkungsstätte zurückkehrt: "Wenn ich Frankfurt machen kann, mache ich Frankfurt."

 

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