1000 AZ-Leser im Rio Filmpalast Lux-Preis-Finalisten: Europa als Filmkunst-Union

Auf der Bühne nach der Vorführung und Diskussion zu „Toni Erdmann“ (l-r): AZ-Kulturredakteur Adrain Prechtel, Christoph Ott (NFP-Filmverleih), Elisabeth Kuonen-Reich (Leiterin des Rio Filmpalastes), Markus Ferber (Europaabgeordneter), Thomas Loibl (Schauspieler) und Tobias Winkler vom Münchner Büro des Europa-Parlaments. Foto: Goran Gajanin

1000 AZ-Leser haben sich am Sonntag im Rio Filmpalast die drei Finalisten-Filme des Lux-Preises des Europäischen Parlaments angesehen. Gewonnen hat jetzt: „Toni Erdmann“.

 

Auf der Landkarte fehlen fast nur noch Nordkorea und Saudi-Arabien“, meinte der Filmverleih-Chef Christoph Ott lachend auf der Bühne des Rio Filmpalastes nach der Vorführung von „Toni Erdmann“ am Sonntag. Maren Ades Film mit Sandra Hüller, Peter Simonischek und Thomas Loibl, der in Cannes in diesem Jahr seinen Siegeszug begann und der sich in alle Welt verkaufte, ist auch in Deutschland ein Kinowunder – mit über 700 000 Zuschauern. Im Rio wurde „Toni Erdmann“ als einer der drei für den Lux-Preis nominierten Filme gezeigt.

Riesen-Andrang im Rio

Das ist der Filmpreis des Europäischen Parlaments in Straßburg und abstimmungsberechtigt sind hierbei die über 700 Parlamentarier. Der Europaabgeordnete Markus Ferber (CSU) war zur Vorführung seines Favoriten aus Augsburg ins Rio gekommen, wo er den Film zusammen mit 350 AZ-Lesern anschaute. Aber auch die anderen beiden Finalisten fanden an diesem Tag jeweils über 300 Zuschauer: der schweizerisch- belgische Animationsfilm „Mein Leben als Zucchini“ und der französisch-tunesische Film „Kaum öffne ich die Augen“.

Alle drei Filme bekommen vom Europäischen Parlament eine Untertitelung in alle 24 Amtssprachen der Europäischen Union finanziert sowie eine Verleihförderung. Gestern um 12 Uhr Mittag wurde dann der Gewinner des Lux-Preises in Straßburg verkündet: Die Parlamentarier haben sich für „Toni Erdmann“ entschieden! Ein weiterer Erfolgsschritt dieser außergewöhnlichen Tragikomödie, mit deren Machern wir Ende August dieses Interview geführt haben

 

0 Kommentare