Kulinarik-Reise durch den Freistaat Vom Frankenwald bis zu den Alpen: 100 Genussorte in Bayern

Bayern hat viel zu bieten - wie die wunderschöne Landschaft bei Stubenberg. Das neue Buch "100 Genussorte in Bayern" führt die Leser zu den schönsten und interessantesten Orten im Freistaat. Foto: Florian Generotzky/AZ

Vom Frankenwald über den Bodensee bis hin zu den Alpen: Das neue Buch "100 Genussorte in Bayern" führt Genießer zu den interessantesten Orten Bayerns.

Bayern ist nicht nur geografisch vielfältig, sondern beherbergt auch viele Orte kulinarischer Hochgenüsse mit regionalen Spezialitäten. Dahinter stehen Winzer, Bauern, Senner oder Brauer – die sich in den Gemeinden für Qualität und Nachhaltigkeit ihrer Lebensmittel engagieren.

Wo diese zu finden sind, zeigt das Buch "100 Genussorte in Bayern" (227 Seiten, Landwirtschaftsverlag, 24 Euro), das jetzt erschienen ist: Es ist ein Reiseführer für Genießer, der an die kulinarischen Orte in den Regionen Franken, Schwaben, Ober- und Niederbayern sowie in der Oberpfalz führt.

Entstanden ist das Buch zum 100-jährigen Jubiläum des Freistaates Bayern, für das die 100 Orte, die sich durch ihre besonders hochwertigen regionalen Spezialitäten hervortun, ausgezeichnet worden sind.

Mit schönen Fotografien, Informationen zur Lage der Orte und vielen historischen Fakten macht das von der Landesanstalt für Wein- und Gartenbau präsentierte Buch Lust auf Reisen durch bayerische Regionen. Die AZ stellt ein paar von ihnen vor.

Oberpfalz

In Bach an der Donau engagieren sich Reinhard Eberl und Otoo Reichinger im Förderverein "BaierWeinMuseum". Der sorgt dafür, dass der Betrieb des kleinen Spezial-Museums im historischen Biethaus (Presshaus) aus dem 14. Jahrhundert aufrechterhalten wird und in Bayerns kleinstem Weinbaugebiet nach wie vor edle Tropfen entstehen. Die Leser erfahren, wie sie das beschauliche Weindorf mit dem Donauschiff von Regensburg aus erreichen können, was das Besondere am Baierwein ist und wann dort die schönsten Feste zu erleben sind.

Aber auch die Geschichte des Oberpfälzer Zoigl-Biers beleuchtet das Buch – wenn reihum in den Privathaushalten eines der traditionellsten, ursprünglichsten und handwerklichsten Biere, die es in Deutschland gibt, gebraut wird – und viele weitere Traditionen.

Niederbayern

Schöne weite Landschaften gibt’s in Niederbayern zu sehen – wie hier bei Stubenberg, das für seine Streuobstwiesen bekannt ist.

Oder im Gäuboden, der Kornkammer Bayerns, das durch seine geschützte Lage ein mildes Klima bietet und fruchtbare Böden. Die nutzen auch die Experten der Alten Hausbrennerei "Penninger". Ihren überregional bekannten Kräuterlikör, den "Penninger Blutwurz", verkaufen sie traditionell in der Keramikflasche. Genießer finden in Niederbayern viel Köstliches, vom klassischen Geräucherten bis zu den Passauer "Goldenen Landpomeranzen", dem Vorläufer der Orangen, auch Bitterorangen genannt.

Oberbayern

Ohne einen 1913 eingereisten Hessen wäre ein Teil von Oberbayern – das Schrobenhausener Land – wohl nicht das geworden, was es heute ist: das größte zusammenhängende Spargelanbaugebiet des Freistaats mit exzellentem Ruf. Der Genuss-Reiseführer erzählt viel über die Historie, Sehenswürdigkeiten und Traditionslokale in der Gegend.

Darüber hinaus gibt er Tipps für viele weitere Ausflüge rund um München, zum Beispiel ins nur 40 Kilometer entfernte Obere Isental – von Touristen noch weitgehend unentdeckt. Und er erzählt von Veronika und Georg Mayer, die am Staffelsee einen ganz besonderen Bauernhof führen.

Oberfranken

Die Fränkische Schweiz hat es bis ins Guinness-Buch der Rekorde 2001 geschafft: als Region mit der "größten Brauereiendichte pro Einwohner".

Passend dazu gibt’s Bier-Wanderrouten – eine davon führt vorbei bei der Brauerei Aufseß von Frank Rothenbach und seinen Söhnen Christian und Ernst (v.r.n.l.). 1886 wurde hier der erste Sud gebraut. Schon in der Romantik wanderten in der Region die ersten Touristen. Die Felsformationen und Burgruinen inspirierten damals Maler, Dichter und Schriftsteller. Beim Ort Neuhaus können Wanderer den "Himmelsstäuberer" entdecken. Die beeindruckende Felsgruppe ist eingebettet in eine Wacholderheide.

Unterfranken

Die Häckerbrotzeit in der "Vinothek Iphofen" ist eine Besonderheit im gleichnamigen Ort: Die Wurst und der Schinken stammen vom Eichelschwein und schmecken gut zusammen mit dem lokalen Weißwein – perfekt nach einer ausgedehnten Wanderung.

Wer lieber das Klosterbier der Franziskaner mag, fährt nach Bischofsheim. Dort trifft man dann vielleicht auf Bio-Bauer Joachim Schmitt.

Mittelfranken

Hier gibt’s Genüsse mit Geschichte: Seit fast 100 Jahren schon zaubert zum Beispiel die Bäckerei Striffler in Rothenburg ob der Tauber eine süße Spezialität, den "Schneeball". Wanderer und Radlfahrer führt das Buch unter anderem auf beliebte Touren in den Aischgrund: Das Bild der herrlichen Landschaft bestimmen dort Schlösser und Tausende Weiher, in denen traditionell Karpfen gehalten werden.

Schwaben

Auch zur Halbinsel der Gemeinde Wasserburg am Bodensee bringt der Genuss-Führer seine Leser. Die Gegend mit ihren hübschen Gebäuden wie hier die katholische Pfarrkirche St. Georg ist eine Augenweide. Sie diente schon den Landschaftsmalern des 19. Jahrhunderts als beliebtes Motiv.

Und Spezialitäten wie Käsknödel, Kässpatzen und Maultaschen sorgen dann auch noch für die entsprechenden Gaumenfreuden.

 

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