10 Meter vor rettendem Büro Deutsche Entwicklungshelferin in Afghanistan verschleppt

Kabul: Auch in der vermeintlich sicheren afghanischen Hauptstadt kommt es in letzter Zeit vermehrt zu Anschlägen und Entführungen. (Symbolfoto) Foto: dpa

Eine Mitarbeiterin der Deutschen Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ) ist offenbar am Montagmorgen in Kabul entführt worden. Das meldet die afghanische Nachrichtenagentur PAN.

Kabul – Demnach soll sich die Deutsche in dem Stadtviertel der afghanischen Hauptstadt aufgehalten haben, in dem die GIZ ihr Büro hat.

Ein Brigadegeneral der afghanischen Streitkräfte erklärte gegenüber PAN, dass die Deutsche von einer Gruppe Bewaffneter entführt worden sei.

10 Meter vom Büro entfernt

Ein anonymer Augenzeuge berichtete der Nachrichtenagentur zudem, dass sich die Mitarbeiterin zum Zeitpunkt der Entführung nicht einmal mehr 10 Meter von ihrem Büro befunden habe.

Ein Ladenbesitzer berichtet: "Ich war in meinem Geschäft, als ich hörte, dass jemand entführt wird. Als ich aus dem Laden heraus kam, sah ich zwei bewaffnete Männer, die die Scheibe eines [Toyota] Hilux eingeschlagen hatten und die Frau in einen [Toyota] Corolla zerrten."

Wachmann kam zu spät

Die Frau soll um Hilfe geschrien haben, bis ihr einer der Entführer den Mund zuhielt. Als ein Wachmann der GIZ eintraf, waren die Entführer bereits geflohen.

Das Auswärtige Amt und die GIZ haben sich bislang noch nicht zu dem Vorfall geäußert. Erste Berichte, nach denen die Frau erschossen worden sei, wurden nicht bestätigt.

Der Tatort, das Qala-Fatullah-Viertel in Kabul:

 

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