10 Mal wirksamer als Beta-Carotin Astaxanthin – das stärkste Antioxidans der Welt!

Die rot-orangene Färbung des Lachses wird durch Astaxanthin hervorgerufen – doch was kann das Antioxidans noch? Foto: foodfotography.by – 379848079 / Shutterstock.com

Astaxanthin gilt als das stärkste Antioxidans der Welt – dies sorgt wiederum für gesundheitsfördernde Effekte!

 

München - „Gesundheit schätzt man erst, wenn man sie verloren hat“ – dieses deutsche Sprichwort enthält viel Wahrheit. In Deutschland gibt es laut einer Allensbach-Umfrage jedoch glücklicherweise noch über 19 Millionen Menschen mit ausgeprägtem Gesundheitsbewusstsein. Dabei spielt neben regelmäßiger Bewegung eine ausgewogene und gesunde Ernährung eine wichtige Rolle. Doch noch sind gar nicht alle gesunden Inhaltsstoffe unserer Nahrung erforscht. Das Antioxidans Astaxanthin ist zum Beispiel recht unbekannt und hat doch sehr viele positive Eigenschaften.

Die Diskussionen um angebliche Superfood-Entdeckungen und besonders gesundheitsfördernde Ernährung haben in den letzten Jahren große Kreise gezogen. Es gibt nach wie vor begeisterte Anhänger vieler Lebensmittel, die als Superfood gelten. Darüber hinaus hat sich jedoch auch eine große Schar an Skeptikern formiert, die auf eine dünne Studienlage und nicht bewiesene Wirkungen verweist. Doch wie sieht dies eigentlich beim starken Antioxidans Astaxanthin aus? Wie wirken solche Stoffe generell und welche positiven Auswirkungen hat der natürliche Farbstoff auf die Gesundheit der Menschen? Genau diese Fragen sollen nun etwas genauer geklärt werden.

Wie wirkt ein Antioxidans im Körper?

Im menschlichen Körper entstehen durch Zellatmung und Oxidation bestimmter Stoffe sogenannte reaktive Sauerstoffverbindungen (ROS) die auch als Sauerstoffradikale bezeichnet werden. Auch wenn der Körper die freien Radikalen für einige Prozesse wie den Abtransport von Zellresten benötigt, kann eine zu hohe Dosis oxidativen Stress auslösen.

Dies führt mitunter zu folgenden Problemen:
- Die Gefahr für Schlaganfälle und andere Herz-Kreislauferkrankungen steigt
- Bestimmte Krebsarten können durch stetigen oxidativen Stress und daraus resultierende Zellschädigungen eventuell begünstigt werden
- Die Gefahr einer Erkrankung an Parkinson steigt

Ein Antioxidans wie Astaxanthin kann in diesem Zusammenhang helfen, oxidativen Stress zu mindern und sich somit positiv auf die Gesundheit auswirken.

Welche Antioxidantien gibt es?

Antioxidantien sind keinesfalls künstlich hergestellt, sondern kommen auf natürlichem Weg in vielen Lebensmitteln vor. Die bekanntesten Stoffe dieser Gruppe werden in der folgenden Tabelle aufgezeigt:

Antioxidans-Gruppe Beschreibung Bekannte Lebensmittel
Ascorbinsäure Die Ascorbinsäure spielt als Vitamin C in unserer Ernährung eine äußerst wichtige Rolle. Ihr wird insbesondere eine Stärkung des Immunsystems zugeschrieben. Hoher Gehalt in frischem Obst wie Orangen, Erdbeeren oder Zitronen sowie in vielen Gemüsesorten.
Tocopherole, Tocotrienole Bei diesen Antioxidantien handelt es sich um Versionen des Vitamin E. Neben der Wirkung als Antioxidans soll Vitamin E auch gegen Hautalterung helfen und zudem die Fruchtbarkeit positiv beeinflussen. Vitamin E kommt in vielen Speiseölen sowie in Nüssen vor.
Polyphenolische Antioxidantien (Reservatol, Flavonoid) Diese Arten von Antioxidantien sollen sich positiv auf Herz-Kreislauferkrankungen auswirken sowie eventuell auch gegen Krebs hilfreich sein. Polyphenolische Antioxidantien kommen vor allem in Kaffee, Tee und Rotwein vor. Darüber hinaus jedoch auch in Soja, Obst und verschiedenen Gewürzen.
Carotinoide (Beta-Carotin, Lycopin, Lutein) Die Carotinoide sind Farbstoffe, die Obst und Gemüse gelb, orange oder rot färben. Es soll bis zu 600 Carotinoide geben. Als Antioxidantien können sie ebenfalls gegen Krankheiten wie Krebs, Herz-Kreislauferkrankungen, Hautalterung oder Parkinson helfen. Je nach Carotinoid unterschiedlich. Lycopin kommt in Tomaten und Wassermelonen vor, Beta-Carotin in Möhren und Aprikosen. Astaxanthin hingegen eher in Lachs, Hummer und Garnelen und Lutein in Grünkohl, Spinat und Eidotter.

Tabelle: Bekannte Antioxidantien-Gruppen

Astaxanthin gehört zur Gruppe der Carotinoide, unterscheidet sich jedoch von einigen bekannteren Vertretern aus dieser Gruppe. So ist für Astaxanthin keine Provitamin A-Wirkung nachgewiesen und die Wirkung als Antioxidans ist deutlich höher.

So übertrifft Astaxanthin:
- In seiner Wirkung als Antioxidans die Stoffe Beta-Carotin und Lutein um das Zehnfache.
- In seiner Wirkung als Antioxidans das Tocopherol (Vitamin B) um das Hundertfache.

Bei der Suche nach einem stark wirksamen Antioxidans muss Astaxanthin also mitunter an vorderster Stelle genannt werden.

Astaxanthin – ein tieferer Einblick

Astaxanthin gilt als relativ unbekanntes Carotinoid, welches von verschiedenen Organismen gebildet wird. Dazu gehören vor allem:
- Plankton
- Die Mikroalge Haematococcus pluvialis
- Krill
- Lachs (rosaroter Farbstoff), Forelle, Hummer

Selbst das rosfarbene Antlitz der Flamingos und einiger anderer Vögel soll mit Astaxanthin in Verbindung stehen, wie auf netdoktor.de berichtet wird. In Bezug auf die gesundheitsfördernde Wirkung ist die Studienlage zwar nicht absolut eindeutig, aber durchaus interessant:

- Sonnenschutz: Die Wirkung als Sonnenschutz ist für Antioxidantien wie Vitamin E schon lange nachgewiesen. Da Astaxanthin deutlich stärker wirkt, kann es tatsächlich vor schädlichen UV-Strahlen schützen. So gehören Kapseln mit Astaxanthin heute bereits zum Equipment von Ironman-Sportlern.
- Krebsschutz: In einigen Studien wird zumindest die Möglichkeit gesehen, dass Astaxanthin in seiner Wirkung als Antioxidans Zellschäden durch oxidativen Stress reparieren und somit verschiedenen Krebsarten vorbeugen kann. Es bleibt abzuwarten, ob weitere Studien dies bestätigen.
- Diabetes: Studien an Mäusen konnten Hinweise darauf bieten, dass der oxidative Stress der Bauchspeicheldrüsenzellen durch Astaxanthin gesenkt wurde. Dies geschieht vor allem durch die Ausschüttung des entzündungshemmenden Botenstoffs Adiponektin. Somit könnte die Supplementierung mit Astaxanthin ein zusätzlicher Ansatz zur Behandlung der Krankheit sein.
- Herz-Kreislauferkrankungen: Astaxanthin wirkt erweiternd auf die Gefäße, was wiederum bei Bluthochdruck hilfreich ist. Darüber hinaus wurde mitunter eine positive Entwicklung der Cholesterin-Werte beobachtet.

Auch wenn in der Forschung noch viel Arbeit ansteht, um die medizinischen Möglichkeiten von Astaxanthin komplett auszuloten, klingen die Ansätze in diesem Bereich sehr vielversprechend.

Astaxanthin als Gesundheitsvorsorge

Wer einen gesundheitsbewussten Lebensstil pflegt, sollte sich überlegen, Lebensmittel mit viel Astaxanthin in seinen Speiseplan einzubauen. Die Empfehlung, 1-2 Mal pro Woche Fisch auf den Speiseplan zu setzen, gilt heute ja bekanntlich nicht mehr als neu. Warum dann nicht auf Lachs oder rosafarbene Schalentiere zurückgreifen? Eine Supplementierung könnte zudem immer dann interessant sein, wenn besondere Umstände vorliegen:
- Vor einer langen Tour in der Sonne kann Astaxanthin als Ergänzung des Sonnenschutzes dienlich sein.
- Bei anfänglicher Insulinresistenz ist eine Supplementierung mit Astaxanthin oder die Nutzung von Krillöl nach ärztlicher Absprache mitunter hilfreich.

Fazit

Astaxanthin ist ganz definitiv eines der stärksten Antioxidantien, die die Menschen bisher kennen. Es wirkt deutlich stärker als Tocopherol oder Beta-Carotin. Wird es mit der Nahrung und in Kombination mit Omega-3-Fettsäuren aufgenommen, hat es ohne Zweifel sicher einen positiven gesundheitlichen Effekt. In besonderen Fällen kann auch eine Supplementierung helfen, jedoch sollte hier vorher mit dem Arzt Rücksprache gehalten werden.

 

4 Kommentare