1. FC Nürnberg Schlechte Stimmung bei den Fans bleibt

Die Club-Fans (hier in München) hatten im Heimspiel gegen Leverkusen wenig zu lachen und zu jubeln. Foto: Christian Dotterweich

Was sich nach der Derby-Pleite anzündete, ließ sich so schnell nicht mehr löschen. Die harten Fans des 1. FC Nürnberg sind nach dem Leverkusen-Spiel immer noch sauer, wie die von der „Facebookseite FCN aktuell“ wissen, da sie, wie gewohnt, mitten im Geschehen waren.

 

Nürnberg - Der Club mit zuletzt drei Niederlagen in Folge und grottenschlechter Leistung gegen München, Fürth und Hoffenheim spielte an seinem 113. Geburtstag gegen den Tabellendritten aus Leverkusen – schon ein Punktgewinn wäre für den Großteil der Fans eine riesen Überraschung gewesen.

Des Weiteren gab es zuletzt einige Streitigkeiten zwischen den Ultras und dem Verein/ einzelnen Spielern. Vor dem Spiel wurde seitens „Ultras Nürnberg“ verkündet, dass, anders als in Hoffenheim, wieder die üblichen Lieder gesungen werden - nur die geplante Geburtstags-Choreographie wurde abgesagt. Falls die Mannschaft nicht mit Leidenschaft ins Spiel gehe, werde man allerdings wieder schweigen bzw. das Stadion verlassen.

Es kam wie erwartet, Leverkusen war die deutlich bessere Mannschaft und der FCN zeigte mal wieder eine schlechte Leistung - die Stimmung war dementsprechend schlecht. Die erste Hälfte verlief ohne große Vorkommnisse im Block. Bis zur etwa 70. Minute änderte sich dies auch nicht groß, bis auf einen Bruch einer großen Schwenkfahne blieb alles ruhig.

Da der Block nicht wie noch gegen Fürth völlig überfüllt war, war es dann aber möglich, mal allen möglichen spaßigen „Unsinn“ im Block zu machen. Zuerst drehten sich aufgrund des leidenschaftslosen Auftrittes des Teams (fast) alle Fans in Block 9/11 um und sangen mit dem Rücken zum Spiel ihre Lieder - was einigen Fans im Oberrang wohl nicht so gefiel und es kam zu einigen kurzen Wortgefechten unter Clubfans.

Neben völligem Durchdrehen und wildem Durcheinanderhüpfen wurden zum Ende hin noch verschiedenste Lied-Varianten auf die Steueraffäre um Uli Hoeneß umgedichtet, was die beiden Hauptvorsänger sogar kurzzeitig aus ihrem Schweigen ab zirka der 85. Spielminute riss. Nach dem Spiel gab es noch einige Pfiffe der frustrierten Fans - verständlich.

Was aber überhaupt nicht zu sehen war, war das in der laut Stellungnahme des Vereins auf fcn.de in Hoffenheim vorgekommene ausbuhen der Ultras gegenüber den Fans, die trotz Stimmungsboykott ganz normal Lieder anstimmten - es wurde auch mehrmals betont, dass die „Ultras Nürnberg 1994“ als Gruppe für sich und für niemand anderen beschlossen haben, einen Boykott in Hoffenheim durchzuziehen, und jeder andere durfte machen was er wollte. Bleibt zu hoffen, dass sich der Konflikt zwischen Fans & Verein bald legt.

 

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