1. FC Nürnberg chesserio: Neue Ziele festlegen

chesserio von glubbforum.de macht sich in seiner AZ-Kolumne Gedanken über die Zukunft des Clubs. Foto: Scrennshot Christian Dotterweich

In unserer wöchentlichen Kolumne lassen wir chesserio von glubbforum.de zu Wort kommen. Zum Abschluss macht sich der Club-Fan Gedanken um die Zukunft seines FCN.

 

Servus Glubbfans, zunächst möchte ich nochmals klarstellen, dass die Meinung, die ich hier vertrete, natürlich nicht stellvertretend für das glubbforum steht. Der AZ München danke ich dafür, dass sie den usern des glubbforums eine weitere Plattform anbietet, um ein wenig über unseren Verein zu plaudern.

Im glubbforum bin ich jemand, der die Dinge eher skeptisch betrachtet. Mit diesem Ansatz will ich nicht alles, was beim FCN passiert, schlecht reden. Eher im Gegenteil, wünsche ich mir sehnlichst, dass unser Verein auch mal den nächsten Schritt macht und wegkommt vom reinen Verhinderungsziel Nichtabstieg und andere Ziele in den Vordergrund stellt.

Normalerweise wird dieser Prozess immer dann angeschoben, wenn man tief in einer Krise steckt. So war es bei Borussia Dortmund vor fünf Jahren, die außer hohen Schulden nicht viel zu bieten hatten. Auf einer Auswärtsfahrt damals taten sie mir fast ein wenig leid.

Dann kam mit Jürgen Klopp ein völlig neuer Denkansatz. Er kündigte „Vollgasfußball“ an, setzte dabei aber auch das Spiel gegen den Ball als Schwerpunkt. Wir dagegen setzten in den letzten Jahren ebenfalls das Spiel gegen den Ball als Schwerpunkt, vergaßen dabei aber den Tritt aufs Gaspedal.

Dieser Prozess des Umdenkens ist im Moment auch bei Werder Bremen zu beobachten. Man redet dort davon, dass jeder Stein umgedreht werden solle. Fischer will dies zwar jetzt nicht mehr gesagt haben. Aber ich bin mir ziemlich sicher, dass das grundsätzliche Hinterfragen der eigenen Arbeit zumindest der erste Schritt für Werder Bremen sein kann, zukünftig wieder erfolgreicher zu arbeiten.

Dieses „Steine umdrehen“ möchte ich auch beherzigen, wenn ich hier schreibe. Nicht aus dem Grunde, dass ich die Arbeit der Verantwortlichen nicht wertschätze, sondern eben aus dem einfachen Antrieb der Verbesserung. Natürlich weiß ich, dass solch ein Prozess bei uns viel schwieriger angeschoben werden kann. Eine langfristige Krise hatten wir in den letzten fünf Jahren nicht, die Zielvorgaben wurden stets erreicht.

In meiner letzten Kolumne sprach ich davon, dass aufgrund der steigenden Fernsehgelder nicht nur neue Spieler geholt, sondern auch weitere Ressourcen im Verein aufgebaut werden sollten. Dies möchte ich weiter konkretisieren.

Zuallererst müssten natürlich neue Ziele festgelegt werden. Nach vier Jahren Bundesliga ist es nun an der Zeit, vom reinen Ziel „Klassenerhalt“ wegzukommen. Zu oft hat man in den letzten Jahren bemerkt, dass, sobald eben jenes Ziel erreicht wurde, der Fuß vom Gaspedal genommen wurde.

Neue Ziele müssen auf keinen Fall abhängig gemacht werden von Platzierungen. Der Begriff „Vollgasfußball“ hat das auch nicht getan. Hier wünschte ich mir eine eigene Zielvorstellung, speziell zugeschneidert auf unseren traditionsreichen Verein. Nach diesem Ziel müsste der gesamte Verein, also nicht nur der Profikader, ausgerichtet werden.

In Teil 2 mehr über die handelnden Personen, die die neuen Zielvorgaben umsetzen könnten.

 

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