0:2 gegen Arsenal aufgeholt Schalke: Kein Heimsieg, aber weiter Erster

Schalke holt gegen Arsenal ein 0:2 auf – verpasst aber den ersten Heimsieg. Podolski bereitet ein Tor vor. Jetzt gibt's einen Dreikampf.

 

Gelsenkirchen - Selbst nach dem zweiten Treffer war seine Miene noch wie versteinert. Kaum ein Anzeichen von Freude, ein kurzes Fäuste-Ballen. Danach wieder: unterkühlt. Arsène Wenger, der Arsenal-Coach, konnte es wahrscheinlich selbst kaum glauben, dass sein Team plötzlich konfortabel mit 2:0 beim FC Schalke führte.

Wusste er, was noch kommen sollte? Bereits vor Anpfiff wurde über seine Mannschaft und deren Krise in allen Facetten geredet, Wenger sagte sogar selbst: "Wir haben kein Selbstvertrauen. Meine Spieler haben vergessen, wie gut sie sind." Dieses Bewusstsein der Stärke kehrte um 21.03 Uhr – wenn auch nur ziemlich kurzzeitig – zurück.

Theo Walcott schoss die Gunners in Front (18.), die Schalker Abwehr zeigte sich dabei äußerst hilfsbereit. Acht Minuten später war Olivier Giroud nach Vorarbeit von Lukas Podolski zur Stelle – 0:2. "Die Gegentore dürfen uns nicht passieren, das ist zu einfach", meinte Jermaine Jones später.

Die Schalker, vor zwei Wochen stolzer Arsenal-Bezwinger (2:0), mussten sich wie im falschen Film vorkommen. Die deutlich bessere Mannschaft waren eindeutig sie, ihr Mut und Engagement wurde jedoch erst Sekunden vor dem Pausenpfiff belohnt. Klaas-Jan Hunterlaar – wer auch sonst? – sorgte für etwas bessere Pausenstimmung (45.+2).

Es folgte nach Wiederanpfiff ein Schalker Offensivlauf: Eine Chance jagte die nächste – der überfällige Ausgleichstreffer ließ jedoch bis Minute 67 auf sich warten. Da war Jefferson Farfan abgeklärt genug, um aus spitzem Winkel – und mit Hilfe eines Londoner Abwehrbeins – den Ausgleich zu erzielen.

Überfällig, auch wenn der Sieg nicht mehr gelang. "Man kann der Mannschaft nur ein Kompliment machen, es war ein super Spiel", sagte Trainer Huub Stevens, Podolski meinte: "Das Unentschieden ist gerecht." Auch ohne Heimsieg führt Schalke (8 Punkte) die Gruppe A vor Arsenal (7) und Olympiakos Piräus (6) weiter an – Spannung garantiert.

 

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