Corona-Infektionen in Stuttgart - Warnstufe überschritten

Nun auch Stuttgart: Die Landeshauptstadt hat in der Corona-Pandemie den wichtigen Schwellenwert bei den Ansteckungszahlen überschritten. Die Menschen in der Stadt müssen sich auf verschärfte Maßnahmen im Kampf gegen das Virus einstellen.
| dpa
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Eine Corona-Abstrichstelle in Stuttgart. Die Stadt hat die wichtige Warnstufe von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen überschritten.
Eine Corona-Abstrichstelle in Stuttgart. Die Stadt hat die wichtige Warnstufe von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen überschritten. © Marijan Murat/dpa
Stuttgart

Stuttgart hat in der Corona-Pandemie die wichtige Warnstufe von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen überschritten.

Die Landeshauptstadt gab den Wert für die 600.000-Einwohnermetropole mit 50,5 an. Damit sei die Eingriffsstufe erreicht. Am Samstag wurden 82 neue Infektionen innerhalb der letzten 24 Stunden gemeldet.

Vorbereitet werden nach weiteren Angaben der Stadt unter anderem eine Sperrstunde, eine Maskenpflicht in der Innenstadt und Alkoholkonsum-Beschränkungen. Die Maßnahmen treten nicht sofort in Kraft. Die Sperrstunde müsse rechtlich sauber eingeführt werden, erläuterte ein Sprecher der Stadt.

Private Zusammenkünfte mit mehr als 25 Teilnehmern sind in Stuttgart bereits verboten. Oberbürgermeister Fritz Kuhn (Grüne) sagte am Samstag, die steigenden Infektionszahlen und das immer diffusere Ansteckungsgeschehen bereite ihm Sorge. "Deswegen handeln wir jetzt: zielgerichtet und angemessen." Er fühle sich an die Situation im März dieses Jahres erinnert. Es gehe darum, das öffentliche Leben möglichst aufrecht zu erhalten.

Die Stadt ermuntert überdies zum Home-Office, will die Entflechtung des Unterrichtsbeginns an Schulen erreichen und das Maske tragen im Rathaus erweitern. Bislang war der Landkreis Esslingen der Corona-"Hotspot" in Baden-Württemberg. Am Freitag lag der kritische Wert dort bei 56,3. Auf öffentlichen Plätzen muss in Esslingen ein Schutz über Mund und Nase getragen werden.

© dpa-infocom, dpa:201010-99-899788/2

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