Zehn Jahre Haft für Zwangsprostitution und Missbrauch

Wegen schwerer Zwangsprostitution und schweren sexuellen Missbrauchs eines Mädchens hat das Landgericht Schweinfurt einen Mann zu einer Freiheitsstrafe von zehn Jahren verurteilt. Der 49-Jährige wurde auch wegen des Herstellens von kinderpornografischen Schriften verurteilt, wie die Vorsitzende Richterin am Donnerstag mitteilte (Az.: 12 Js 8837/20).
| dpa
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Der Angeklagte hält sich im Gerichtssaal einen Ordner vor das Gesicht.
Der Angeklagte hält sich im Gerichtssaal einen Ordner vor das Gesicht. © Nicolas Armer/dpa/Archiv
Schweinfurt

Er habe die Tochter seiner Lebensgefährtin in Dutzenden Fällen schwer sexuell missbraucht. Die Taten erfolgten über zwei Jahre hinweg und wurden zum Teil fotografiert und gefilmt. Das Opfer war bei den Übergriffen zwischen neun und elf Jahre alt.

Zudem habe der Deutsche das Mädchen auf Autobahnparkplätze gebracht, damit sie sich dort für sexuelle Handlungen anbietet. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass ein Lastwagen-Fahrer im Sommer 2020 sexuellen Kontakt mit dem Mädchen hatte - für ein Entgelt von fünf Euro und einer Packung Zigaretten. Der Mann sei flüchtig.  

Ein weiterer Verdächtiger soll sich in mindestens zwei Fällen an der Schülerin vergangen haben. Der Prozess gegen den 50-Jährigen wegen Kindesmissbrauchs startet in der kommenden Woche.

Die Mutter soll die Übergriffe zwischen Sommer 2018 und Sommer 2020 gebilligt haben. Die 39-Jährige muss sich wegen Beihilfe zum schweren sexuellen Missbrauch von Kindern durch Unterlassen in einem gesonderten Verfahren verantworten. Der Verurteilte hatte die Vorwürfe umfangreich, aber nicht vollständig eingeräumt.

© dpa-infocom, dpa:210520-99-679969/2

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