Update

Wieder Probleme beim Distanzunterricht - Mebis lässt Schüler warten

Mebis führte lange ein Schattendasein. Mit der Corona-Krise und dem Distanzunterricht stiegen die Nutzerzahlen der Lernplattform jedoch rasant in die Höhe. Trotz vieler Nachbesserungen geht das System allerdings immer wieder in die Knie.
| dpa
X
Sie haben den Artikel der Merkliste hinzugefügt.
zur Merkliste
Merken
Empfehlungen
Macht derzeit noch massive Probleme: Die Lernplattform Mebis.
Macht derzeit noch massive Probleme: Die Lernplattform Mebis. © Armin Weigel/dpa/Archivbild

München - Der Ärger um die Lernplattform Mebis nimmt kein Ende: Am Donnerstag hat es erneut Schwierigkeiten gegeben. Ab etwa 7.55 Uhr kam es bayernweit teils zu Wartezeiten und auch Abbrüchen, wie das Kultusministerium bestätigte. Ursache dafür sei "eine stark erhöhte Last aufgrund einer hohen Nutzerzahl".

Das Problem: Viele Schülerinnen und Schüler melden sich am Morgen gleichzeitig an. Das liegt auch daran, dass manche Lehrer verlangen, dass die Schüler innerhalb eines relativ kurzen Zeitfensters - beispielsweise 8 Uhr bis 8.15 Uhr - auf der Plattform ihre "Anwesenheit" bestätigen.

Anzeige für den Anbieter twitter über den Consent-Anbieter verweigert

Am Donnerstag gab es zudem einen Hackerangriff auf das IT-Dienstleistungszentrum, der nach Angaben des Ministeriums jedoch rasch abgewehrt werden konnte. Der Angriff sei aber nicht ursächlich für die Probleme bei Mebis gewesen, sagte ein Sprecher.

Große Mebis-Störung am ersten Lockdown-Tag

Bereits am ersten Tag des harten Lockdowns gab es reichlich Ärger um Mebis. Es kam zu langen Wartezeiten beim Einloggen, andere Nutzer flogen kurzerhand wieder aus dem System. Immerhin: "Im Vergleich zu Mittwoch ist eine Verbesserung der Situation zu verzeichnen", berichtete das Kultusministerium am Donnerstag. Am Vortag seien 220.000 Nutzer registriert worden. In Bayern gibt es rund 1,65 Millionen Schüler, die spätestens mit dem harten Lockdown vom Mittwoch nicht mehr in die Schule gehen dürfen.

Verpflichtend vorgeschrieben ist Distanzunterricht in den drei Tagen bis zu den vorgezogenen Weihnachtsferien zwar nur für die Abschlussklassen, aber auch in den anderen Jahrgangsstufen können die Schulen aktiven Distanzunterricht anstelle von selbstständigem "Distanzlernen" anbieten.

Lesen Sie auch

Die Probleme bei der staatlichen Lernplattform sorgen immer wieder für Unmut. Das Ministerium weist zwar ständig darauf hin, dass Mebis nur eines von mehreren Werkzeugen für digitalen Unterricht sei, doch hat Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) inzwischen von der Staatskanzlei den klaren Auftrag bekommen, dass das System nach den Weihnachtsferien störungsfrei laufen muss.

 

  • Themen:
Lädt
Anmelden oder registrieren

Zum Login
Zu meinen Themen hinzufügen

Hinzufügen
Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten
Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen
Um "Meine AZ" nutzen zu können, müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen.

Zustimmen
Teilen Empfehlungen