Wiedehopf und Mehlschwalbe führen bei Jahresvogel-Wahl

Halbzeit bei der Wahl zum "Vogel des Jahres": Die meisten Stimmen haben bisher ein besonders hübscher und ein besonders geschickter Vogel bekommen.
| dpa
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Eine Mehlschwalbe (Delichon urbicum) am Ufer der Oder.
Eine Mehlschwalbe (Delichon urbicum) am Ufer der Oder. © Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa
Berlin/Hilpoltstein

Der auffällige Wiedehopf und die für ihre kunstvollen Lehmnester bekannte Mehlschwalbe liegen zurzeit bei der Wahl zum "Vogel des Jahres" 2022 vorne. Doch auch Steinschmätzer, Feldsperling und Bluthänfling könnten sich noch Hoffnung auf den Titel machen, teilte der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) am Mittwoch in Berlin mit.

Noch bis zum 18. November können Bürgerinnen und Bürger im Internet unter fünf verschiedenen Arten ihren Favoriten wählen. 85.000 Menschen haben bis zur Halbzeit schon abgestimmt.

Es ist bereits das zweite Mal, dass Nabu und der bayerische Landesbund für Vogelschutz (LBV) öffentlich zur Wahl des Jahresvogels aufrufen. Den Titel vergeben die beiden Naturschutzverbände seit 50 Jahren. Im Jubiläumsjahr durfte erstmals die Bevölkerung ihren Lieblingsvogel unter den 307 heimischen Arten wählen. Sieger wurde das Rotkehlchen.

Bei der aktuellen Wahl haben Nabu und LBV eine Vorauswahl getroffen, um das Verfahren abzukürzen und die Aufmerksamkeit auch auf andere Arten zu lenken. Jeder der Kandidaten steht deshalb für ein wichtiges Naturschutzthema: Die Mehlschwalbe findet als Gebäudebrüter immer weniger Nistmöglichkeiten. Der Steinschmätzer braucht mehr offenes Brachland. Der Wiedehopf leidet unter dem Einsatz von Pestiziden. Dem Feldsperling fehlen Baumhöhlen zum Brüten und dem Bluthänfling Hecken zum Verstecken.

© dpa-infocom, dpa:211027-99-750778/2

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