Weitere Baustelle auf der A7: Talbrücke Thulba wird erneuert

Autobahnbrücken sind sehr aufwendige Bauwerke. Müssen sie ersetzt werden, geschieht das zumeist im laufenden Betrieb. Auf der A7 ist das nächste Bauwerk an der Reihe.
| dpa
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Pfeiler tragen die über 50 Jahre alte Talbrücke Thulba, über welche die Autobahn 7 führt.
Pfeiler tragen die über 50 Jahre alte Talbrücke Thulba, über welche die Autobahn 7 führt. © Karl-Josef Hildenbrand/dpa/Aktuell
Oberthulba

Mehr als 50 Jahre nach dem Bau der Autobahnbrücke Thulba unweit der Rhön soll von diesem Montag an ein neues Bauwerk über dem Fluss entstehen. Die jahrzehntelange Dauerbelastung mit tonnenschweren Sattelschleppern hat auf der viel befahrenen Autobahn 7 Spuren hinterlassen. Bis zu 40 000 Fahrzeuge sind täglich auf dem Abschnitt zwischen den Anschlussstellen Bad Kissingen/Oberthulba und Hammelburg unterwegs. Bis Ende 2026 soll die Brücke durch einen etwa 460 Meter langen Neubau ersetzt werden. Die Kosten beziffert die Autobahndirektion Nordbayern auf rund 102 Millionen Euro.

An deutschen Autobahnen und Bundesstraßen gibt es mehr als 39 000 Brücken. Tausende müssen saniert werden. Oft werden die Schäden erst entdeckt, wenn sie schon offensichtlich sind.

Die Autobahnbrücke bei Oberthulba (Landkreis Bad Kissingen) etwa 30 Kilometer von der Landesgrenze zu Hessen entfernt ist den Angaben nach in einem schlechten Zustand. Für die heutigen Erfordernisse reichten die Tragreserven nicht mehr aus. Während der Bauzeit soll es in beiden Richtungen meistens zwei Fahrstreifen geben, um lange Staus zu verhindern.

Auf der A7 werden derzeit etliche Brücken erneuert, darunter die Talbrücke Werntal zwischen dem Kreuz Schweinfurt/Werneck und der Anschlussstelle Gramschatzer Wald, die Talbrücke Pleichach zwischen Gramschatzer Wald und Würzburg/Estenfeld und die Talbrücke Kürnach zwischen Würzburg/Estenfeld und dem Autobahnkreuz Biebelried.

Am 15. Juni 2016 war ein frisch betoniertes Teil der im Bau befindlichen Schraudenbach-Talbrücke der A7 zwischen der Raststätte Riedener Wald und dem Kreuz Schweinfurt/Werneck eingestürzt. Mehrere Bauarbeiter wurden bis zu 26 Meter in die Tiefe gerissen. Ein Arbeiter - ein Vater von zwei Kindern - wurde getötet. 14 weitere Menschen wurden verletzt. Der Grund für den teilweisen Einsturz war einem Gutachten zufolge ein Konstruktionsfehler.

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