Wechsel: Distanz- und Präsenzunterricht im Landkreis Regen

Viele Schüler im Landkreis Regen müssen wegen der hohen Zahl an Corona-Infektionen ab Dienstag wieder regelmäßig von zu Hause aus lernen.
von  dpa
Ein leeres Klassenzimmer.
Ein leeres Klassenzimmer. © Bodo Schackow/zb/dpa/Archiv

Die meisten Schulen könnten den geforderten Abstand von 1,5 Metern zwischen den Kindern nicht einhalten und teilten die Klassen auf, erklärte der Leiter des Schulamts Regen, Walter Kloiber.

Jede Schule müsse selbst entscheiden, wie sie den Wechsel zwischen Präsenz- und Distanzunterricht am besten umsetzt. Viele Schulen würden die Klassen nun teilen und im täglichen Wechsel unterrichten. "Der Unterricht wird in der Regel aber nicht reduziert, sondern stundenplanmäßig stattfinden", betonte Kloiber.

Schon seit Montag herrscht im Landkreis Regen Maskenpflicht im Unterricht. Außerdem gelten strengere Regeln für Veranstaltungen, Besuche in Pflegeeinrichtungen und die Gastronomie.

"Wir wissen, dass wir den Bürgern viel zumuten", sagte Landrätin Rita Röhrl (SPD) am Wochenende. Die Allgemeinverfügung gilt zunächst bis kommenden Sonntag (18.10.).

Das Landratsamt reagiert damit auf die vielen Corona-Infektionen. Laut Robert Koch-Institut (RKI) (Stand: Montag, 0 Uhr) liegt der sogenannte Inzidenzwert bei 72,3.

Der Landkreis überschreitet also deutlich den bundesweit geltenden Corona-Warnwert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen. Auch die Städte München, Memmingen und Rosenheim sowie der Landkreis Fürstenfeldbruck übersteigen derzeit den kritischen Wert.