Weber sieht moralische Pflicht des Westens in Afghanistan

Der Vorsitzende der konservativen EVP-Fraktion im EU-Parlament, Manfred Weber (CSU), sieht "eine moralische Pflicht" des Westens in Bezug auf Afghanistan. "Es gibt Menschen, die für uns in den vergangenen Jahren den Kopf hingehalten haben. Die haben Solidarität und Hilfe verdient", sagte er dem "Münchner Merkur" (Dienstagsausgabe).
| dpa
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Manfred Weber (CSU) spricht.
Manfred Weber (CSU) spricht. © Nicolas Armer/dpa/Archivbild
München/Brüssel

Afghanische Flüchtlinge könnten im Rahmen sogenannter Resettlement-Programme aufgenommen werden: "Der Staat legt klare Kriterien fest, wen wir aufnehmen, und organisiert das auch. Da erwarte ich mir mit Blick auf die EU-Außenministertagung diese Woche, dass die Mitgliedstaaten solidarisch vorgehen. Wir waren ja nicht als einzelne Nationen in Afghanistan, sondern haben gemeinsame Wertvorstellungen vertreten. Da hat der Westen eine moralische Pflicht."

Aus Sicht Webers schlägt jetzt "die Stunde Europas". "Deshalb finde ich es sehr irritierend, dass bisher keine Sondersitzung des Europäischen Rates einberufen wurde, in der sich die europäischen Staaten abstimmen. Wir befinden uns an einem Wendepunkt für die westliche Welt. Da muss man sich nichts vormachen."

© dpa-infocom, dpa:210831-99-32660/2

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