Waffenhandel in Reichsbürgerszene: Hintermann ausgeliefert

Nach einer großen Razzia in der "Reichsbürger"- und Rechtsextremisten-Szene wegen illegalen Waffenhandels wird gegen einen 48 Jahre alten Mann als Drahtzieher ermittelt. Es handele sich um den Hauptverdächtigen in dem Fall, sagte Oberstaatsanwalt Klaus Ruhland von der Generalstaatsanwaltschaft in München am Dienstag.
| dpa
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Ein Polizist mit Handschellen und einer Pistole am Gürtel steht vor einem Streifenwagen.
Ein Polizist mit Handschellen und einer Pistole am Gürtel steht vor einem Streifenwagen. © Karl-Josef Hildenbrand/dpa
München

Der deutsche Staatsangehörige sei inzwischen von Kroatien an die Bundesrepublik ausgeliefert worden. Zunächst hatte die ZDF-Sendung "Frontal 21" (Dienstag) darüber berichtet.

Im Juli hatte die Generalstaatsanwaltschaft bekannt gegeben, dass bei Durchsuchungen bei insgesamt zwölf Verdächtigen in Bayern, Sachsen, Sachsen-Anhalt sowie Österreich zwei halbautomatische Kurzwaffen, eine Pumpgun und 200 Schuss Munition gefunden worden seien. Zudem seien rechtsradikale Schriften und Reichsbürgerunterlagen entdeckt worden. Es soll um illegale Waffenlieferungen, auch von Kriegswaffen, aus Kroatien gehen.

Wie Ruhland erläuterte, handelt es sich bei den anderen Verdächtigen um die Abnehmer des mutmaßlichen Waffenhändlers. Nach Angaben von "Frontal 21" hat der Verteidiger des 48-Jährigen erklärt, dass sein Mandant nicht mit Waffen gehandelt habe. Seinen Mandaten belastende Aussagen seien falsch, sagte der Anwalt.

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