Vom Aussterben bedrohter Prachtkäfer in totem Holz entdeckt

Wissenschaftler haben den vom Aussterben bedrohten Berliner Prachtkäfer (Dicerca berolinensis) zufällig in einem Stück Totholz aus dem Steigerwald entdeckt. Das Holz stammte von abgestorbenen Buchen an der Waldklimastation Ebrach (Landkreis Bamberg). "Dieser bedeutsame Fund beweist, dass auch in bewirtschafteten Wäldern wertvolle Habitate und seltene Arten erhalten werden", sagte der Leiter der forstlichen Forschungsanstalt der Bayerischen Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft (LWF), Peter Pröbstle, am Dienstag. Zuletzt hätten LWF-Wissenschaftler den seltenen Käfer, auch Goldener Prachtkäfer genannt, vor mehr als 15 Jahre nachgewiesen.
| dpa
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Präparierte Prachtkäfer, die mit einer Nadel aufgespießt in einem Insektenkasten stecken.
Präparierte Prachtkäfer, die mit einer Nadel aufgespießt in einem Insektenkasten stecken. © Tobias Hase/dpa/Archivbild
Ebrach

Nach LWF-Angaben ist diese Art sehr wärmeliebend und auf besonntes Totholz in den Kronen von anbrüchigen Buchen angewiesen. "Die Rote-Liste-Art ist damit ein Profiteur des Klimawandels, da Rotbuchen an manchen Orten durch Trockenheit und Wärme geschwächt werden", heißt es in einer Mitteilung der Landesanstalt mit Sitz in Freising.

Der Käfer stellt den Forschern zufolge keine Gefahr für die Wälder dar. Prachtkäfer seien mit etwa 15.000 Arten und 450 Gattungen eine der 8 größten Käferfamilien im Tierreich. In Mitteleuropa kämen gut 100 Prachtkäferarten vor.

© dpa-infocom, dpa:210817-99-873731/3

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