Verteidiger verlangt im Mordprozess Freispruch für Vater

Im Prozess um den Tod einer jungen Frau bei Aschaffenburg hat der Verteidiger einen Freispruch für seinen wegen Mordes angeklagten Mandanten gefordert. "Wir müssen mit dem leben, was die Beweisaufnahme ergibt", sagte Anwalt Jürgen Vongries am Donnerstag vor dem Landgericht Aschaffenburg.
| dpa
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Eine modellhafte Nachbildung der Justitia.
Eine modellhafte Nachbildung der Justitia. © Volker Hartmann/dpa/Archivbild
Aschaffenburg

Es gebe keine handfesten Beweise für die Schuld des 46-Jährigen, nur viele Spekulationen, Widersprüchliches und Widerlegtes. Vielmehr sei der damalige Freund des Mädchens für ihn verdächtig, etwas mit dem Tod der Schülerin im Mai 2017 zu tun zu haben.

Die Ermordung der 19-Jährigen durch den angeklagten Vater konnte auch nach Auffassung der Staatsanwaltschaft nicht bewiesen werden, auch wenn viele Indizien für die Täterschaft des Vaters sprechen würden.

Erwiesen ist aus Verteidiger-Sicht auch nicht die angebliche Messerattacke des Angeklagten auf den damals 23 Jahre alten Partner der Tochter. Auch in diesem Punkt sei sein Mandant freizusprechen. Womöglich habe sich das angebliche Opfer selbst verletzt.

Anklage und Nebenklage sahen das am Vortag anders, werteten den Vorfall im Juni 2017 als Mordversuch und gefährliche Körperverletzung. Oberstaatsanwalt Jürgen Bundschuh plädierte auf elf Jahre Gefängnis für den Syrer.

Das Gericht will noch am Donnerstag sein Urteil verkünden.

© dpa-infocom, dpa:210421-99-297549/4

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