Versuchte schwere Brandstiftung in Ankerzentrum: Haftstrafe

Weil er im Ankerzentrum in Deggendorf eine Matratze angezündet hat, ist ein 29 Jahre alter Mann vor dem Landgericht der niederbayerischen Stadt zu einer zweijährigen Haftstrafe wegen versuchter schwerer Brandstiftung verurteilt worden. Wie eine Sprecherin am Donnerstag mitteilte, wurde der Mann von dem von der Staatsanwaltschaft erhobenen Vorwurf des versuchten Mordes freigesprochen. Der Prozess fand an nur einem Verhandlungstag statt - von der Anklageverlesung über die Plädoyers bis zum Urteil.
| dpa
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Eine Statue der Justitia hält eine Waage in ihrer Hand.
Eine Statue der Justitia hält eine Waage in ihrer Hand. © David-Wolfgang Ebener/dpa/Symbolbild
Deggendorf

Der Anklage nach zündete der Mann im Februar im Waschraum der Unterkunft zweimal eine Matratze an, und zwar mit dem Ziel, das Gebäude in Brand zu setzen. Dabei soll er den Tod von Menschen sowie einen Schaden am Gebäude billigend in Kauf genommen haben. Beide Male seien Mitbewohner eingeschritten und hätten die Matratze gelöscht, so dass das Feuer lediglich eine Rußspur im Waschraum hinterließ.

Der Staatsanwalt plädierte laut der Gerichtssprecherin auf eine zehnjährige Haftstrafe wegen versuchten Mordes und versuchter schwerer Brandstiftung mit Sachbeschädigung. Der Verteidiger plädierte demnach auf eine Verurteilung wegen versuchter Sachbeschädigung. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

© dpa-infocom, dpa:210805-99-730814/2

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