Verdi lehnt Tarifergebnis für 17 000 Busfahrer ab

Die 17 000 Busfahrer und Mitarbeiter des privaten Omnibusgewerbes in Bayern bekommen vorerst keinen neuen Tarifvertrag. Die Gewerkschaft Verdi habe das vor einer Woche erzielte Verhandlungsergebnis nachträglich abgelehnt, teilte der Landesverband Bayerischer Omnibusunternehmen (LBO) am Dienstag mit. Das sei ein Novum und "nicht nachvollziehbar".
| dpa
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Papphocker mit dem Logo der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi.
Papphocker mit dem Logo der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi. © Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/ZB/Symbolbild
München

Laut LBO sah das Verhandlungsergebnis eine dreistufige Lohnerhöhung ab März 2021 mit einer Laufzeit bis Ende 2023 vor. "Für einen Großteil der Beschäftigten hätte das Ergebnis einen Lohnzuwachs von über 10 Prozent zuzüglich einer Corona-Prämie von 300 Euro bedeutet."

Laut Verdi hätte das Verhandlungsergebnis eine Lohnerhöhung von rund einem Euro je Stunde bedeutet - gestreckt auf drei Jahre. Eine Mehrheit in der Verdi-Tarifkommission habe das abgelehnt. Verdi fordert 3,50 Euro mehr Stundenlohn - das entspricht bei Stundenlöhnen von 13 bis 14 Euro einer Lohnerhöhung von 30 Prozent.

Bis auf weiteres gelte jetzt der alte Tarifvertrag weiter, teilte der LBO mit. Die 1130 LBO-Mitgliedsunternehmen betreiben in Bayern rund 14 000 Busse im Nahverkehr, in der Bustouristik und im Fernlinienverkehr. Im September hatte Verdi Busfahrer zu Warnstreiks aufgerufen.

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